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Nach zwei Jahren wieder im Wohnzimmer

René Rieß kehrt in das Tor der HSG Fichtelgebirge zurück. Damit will er im heutigen Derby der Handball-Landesliga gegen Münchberg eine Lücke schließen. Neben Stamm-Schlussmann Broṧko ist auch Nikolai Schöffel angeschlagen.

Am heutigen Samstag steigt um 16:30 Uhr in der Marktredwitzer Dreifachturnhalle das Duell der beiden dominierenden Handball-Mannschaften der Region, der HSG Fichtelgebirge und dem TV Münchberg. Personelle Fragezeichen sorgen für zwei Überraschungen im Aufgebot von Trainer Dieter Schmidt.

Die Münchberger hatten sich vor Saisonbeginn mehr ausgerechnet als den derzeitigen vierten Platz mit 20:16 Punkten. Der Dritte der Vorsaison hatte sich mit Kreisläufer Müller vom Nachbarn aus Helmbrechts namhaft verstärkt und wollte ganz oben angreifen. Dorthin geschielt hat auch die HSG insgeheim. Allerdings mussten beide Mannschaften im Saisonverlauf neidlos anerkennen, dass die Phalanx der beiden Bundesliga-Reserven aus Erlangen und Rimpar an der Tabellenspitze in dieser Saison einfach zu stark ist. In der vorderen Hälfte der Tabelle haben sich die beiden ostoberfränkischen Flaggschiffe dennoch festgesetzt und ringen nun um die Vorherrschaft in der Region.

Es ist schon aller Ehren wert, was die Münchberger an Personal auf die Platte bringen. Zu den seit Jahren brandgefährlichen Lad-Brüdern aus Pilsen gesellen sich mit Kalas und Kraus auch zwei Rückraumwerfer der Extraklasse. Ergänzt um den bereits erwähnten Müller am Kreis, ist der Angriffswirbel dieser Mannschaft an guten Tagen kaum zu stoppen.

Den qualitativ breiter besetzten Kader haben normalerweise die Fichtelgebirgler. Doch gerade hier drückt momentan der Schuh. Torwart Miroslav Broṧko und Spielmacher Nikolai Schöffel fallen seit Wochen mit Verletzungen aus. Hinter dem Einsatz beider steht ein dickes Fragezeichen. Zudem fehlten zuletzt Bralic, Fischer, Flasche, Wippenbeck und Stefan Tröger aufgrund kleinerer Blessuren oder Krankheit. "Ich vermeide es eigentlich, über so etwas zu sprechen, aber zuletzt gingen wir personell doch sehr am Krückstock" sagt Trainer Schmidt.

Deshalb bekommen die Zuschauer am Samstag zwei Überraschungen im HSG-Kader präsentiert. Auf der Linksaußen-Position steht Routinier Sven Ruckdäschel für den Fall der Fälle bereit und im Tor könnte es zu einem langersehnten Comeback kommen. Beide haben bereits in Testspielen gegen Slavia Pilsen (32:23) und HSG Hochfranken (25:20) ihr Comeback gefeiert. Erstmals seit über zweijähriger Verletzungspause steht René Rieß nun wieder im Kader für ein Punktspiel. Bereits seit einiger Zeit trainiert die vormalige Nummer eins wieder mit der Mannschaft und findet zunehmend zu alter Stärke. Sollte es bei Broṧko am Samstag nicht reichen, könnte der Marktredwitzer in seinem „Wohnzimmer“ wieder zwischen die Pfosten zurückkehren.

Die HSG hofft auf eine große Kulisse und die lautstarke Unterstützung der Zuschauer, die bei Derbys und wichtigen Spielen gewöhnlich wie ein Mann hinter ihrer Mannschaft stehen. Dies wird auch nötig sein, will das Team den starken Münchbergern trotz aller Fragezeichen am Samstag ein Bein stellen. Der Trainer appellierte im Training an seine Jungs: „Wir müssen mehr Beweglichkeit im Angriff zeigen und in der Abwehr die Aktionen des starken Münchberger Rückraums unter Kontrolle bringen.“

HSG Fichtelgebirge: Gruber, Rieß, Broṧko – Bralic, Burger, Flasche, Ruckdäschel, Wippenbeck, Hartmann, St. Tröger, M. Tröger, Fischer, Birner, Berger, Schöffel

 Bericht: FF

Bereits um 14.30 Uhr empfangen am heutigen Samstag die HSG-Damen, Vierter der Bayernliga, das Schlusslicht Kissinger SC. Vom Tabellenbild scheint das Spiel eine klare Angelegenheit für die Fichtelgebirglerinnen zu werden. Kissing liegt allerdings nur zwei Punkte hinter Platz elf, der den Klassenerhalt bedeuten würde. Einen Spaziergang dürfen die Schützlinge von HSG-Coach Josef Hermanek somit nicht erwarten. Sie werden auf einen KSC treffen, der bis zum Schluss seine Krallen zeigen wird.

Ob Alexandra Kauer, die zuletzt verletzungsbedingt pausieren musste, bereits wieder in das Spielgeschehen eingreifen kann, wird die Aufwärmphase vor Spielbeginn zeigen. Wieder im Kader ist Sabrina Kraus, die ihre Rückenverletzung auskuriert hat.

HSG Fichtelgebirge: Proskova, Faltenbacher, Remzova - Spannig, F. Zeitler, Wölfel, Birner, Mulkey, Radtke, Schiller, Hermankova, T. Lenhard, Kraus, (Kauer)

Weiter spielen am Samstag:
D-Jugend (w): HSG Fichtelgebirge – HSV Hochfranken (11 Uhr)
D-Jugend (m): HSG Fichtelgebirge – HSV Hochfranken (12.30 Uhr)
Damen II: HSG Fichtelgebirge – HC Tirschenreuth (18.15Uhr)

Am Sonntag spielen:
C-Jugend (m): HSG Fichtelgebirge – TV Münchberg (10.45 Uhr)
B-Jugend (w): HSG Fichtelgebirge – TV Oberwallenstadt (12.15 Uhr)

Bericht: W. L.

Quelle: Marktredwitzer Tagblatt vom 15.03.14

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