• Logo der HSG-Fichtelgebirge und Fotos der Mannschaften

Vorbericht zum Spieltag am 13.04.2019

19 04 12 Vorschau

Die Spiele unserer Jugendmannschaften in der Saison 2018/19 sind vorbei. Daher kämpfen allein unsere Seniorenteams um die letzten Punkte in dieser Saison.
Die Damen bekommen es am Samstag im Derby mit HaSpo Bayreuth zu tun. Die Herren kämpfen um wichtige zwei Punkte bei der zweiten Mannschaft von Brooklyn United!

Derbyzeit in der Bayernliga

Derbys haben ihre eigenen Gesetze! Bei Derbys geht es um mehr als nur zwei Punkte! Zahllose Phrasen, die das Aufeinandertreffen zweier Teams aus einer Region thematisieren, kursieren in der Sportlerwelt. Fest steht: Derbys sind das Salz in der Suppe einer jeden Saison! Schon wieder so eine Phrase. In diesen steckt schlichtweg aber auch immer ein Stückchen Wahrheit. Für die Damen der HSG Fichtelgebirge geht es gefühlt sicher um etwas mehr als lediglich zwei Auswärtspunkte, wenn am Samstag um 17:30 Uhr der Anpfiff der Partie in Bayreuth ertönt.

Seit vielen Jahren sind die Damen von HaSpo Bayreuth die einzigen oberfränkischen Kontrahentinnen in der Damen-Bayernliga. Allerdings mussten die Fans bis letzte Saison für drei Spielzeiten auf ein Aufeinandertreffen verzichten, da die Wagner-Städterinnen als Bayerische Meister der Saison 2013/14 fortan ihre Farben in der 3. Liga vertraten. Seit dem Abstieg in die Bayernliga kam man nun allerdings nicht mehr über eine Mittelfeld-Platzierung hinaus. Aktuell rangieren die Bayreutherinnen mit 19:23 Punkten auf Platz sieben der Tabelle und weisen somit drei Punkte weniger auf der Habenseite auf als die HSG (22:20; 5. Tabellenplatz). Torgarantinnen sind die großgewachsene Rückraumschützin Kim Koppold (88 Treffer), sowie Loraine-Eliza Hellriegel (100 Treffer), die am vergangenen Spieltag beide jeweils neun Mal ins Schwarze trafen. Das Hinspiel entschieden die Fichtel-Ladies in eigener Halle mit 26:21 für sich.

Nach dem 25:21-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg am letzten Wochenende entledigte man sich bereits vier Spieltage vor Rundenende endgültig aller Abstiegssorgen. Mit Fug und Recht kann man schon jetzt von einer gelungenen Saison sprechen, die man mit beispielsweise einem zweiten Derbysieg noch veredeln könnte. Als Ziel für die verbleibenden Partien hat sich die Mannschaft gesetzt, den 5. Tabellenplatz zu verteidigen. Bei diesem Unterfangen wird am Samstag die zuletzt enorm stark aufspielende Franziska Scheidler fehlen, weshalb besonders im Angriff andere in die Bresche springen müssen.

HSG Fichtelgebirge: Gruber - Reif, Kraus, Schlegel, Trißl, Fischer, N. Sammet, Kauer, Birner, Schösser, Gluth, Jadlovska, S. Sammet

Eine maximal schwere Aufgabe

Die Tür in Richtung Bayernliga-Relegationsplatz ist für die HSG-Herren mittlerweile wieder einen ordentlichen Spalt aufgegangen. Nur noch einen Punkt beträgt der Rückstand auf den ASV Cham. Dies führt dazu, dass die Mannschaft am Samstag sowohl psychisch als auch handballerisch vor einer maximal schweren Aufgabe steht. Psychisch, da es sich schlichtweg verbietet, permanent nach Cham zu schielen und somit in der eigenen Konzentration nachzulassen. Handballerisch, da mit dem Auswärtsspiel (Samstag, 20 Uhr) beim abstiegsgefährdeten TV Erlangen-Bruck II (9. Platz, 20:26 Punkte) eine wahre Wundertüte auf die Haber-Sieben wartet.

Das Prädikat "Wundertüte" verdient sich die Mannschaft aufgrund zweier Faktoren. Zum einen wechseln sich in der Rückrunde bei der Drittliga-Reserve starke Partien, wie der 28:27-Heimsieg gegen Ingolstadt oder ein Punktgewinn in Cham, mit krachenden Niederlagen ab. So verloren die Brucker beispielsweise am letzten Spieltag mit 34:27 in Kunstadt. Zum anderen gleicht auch die Aufstellung, die am Samstag seitens der Gastgeber auf dem Feld stehen wird, etwas einer Wundertüte. Die erste Mannschaft von Brooklyn United, wie sich die zweite Kraft im Erlanger Handball neben dem HC Erlangen selbst bezeichnet, ist bereits sicher aus der 3. Liga abgestiegen. Folglich könnte der Fokus nun darauf liegen, den Klassenerhalt der Reserve zu sichern und diese entsprechend zu verstärken. So tauchte bereits am vergangenen Wochenende der agile Spielmacher Philipp Hirning auf dem Spielberichtsbogen der Reserve auf.

Im Endeffekt gilt es für die HSG, etwaige Gedankenspiele auszublenden und den Fokus einzig und allein auf die eigene Leistung zu richten. Man tut gut daran, "step by step" zu denken, wie es der Sportliche Leiter Ulli Weber seit Wochen fast schon gebetsmühlenartig, aber schlicht und einfach völlig zurecht, wiederholt. Trainer Vladimir Haber kann dabei annähernd die gleiche Mannschaft wie zuletzt ins Rennen schicken. Miroslav Broško wurde mittlerweile operiert. Am Wochenende hüten Gruber und Rieß das Tor. Der mittlerweile wieder genesene Stefan Flasche weilt beruflich in Südamerika.

HSG Fichtelgebirge: Rieß, Gruber - Burger, Bralic, Englbrecht, Berger, T. Birner, Danielka, Hartmann, M. Tröger, A. Birner, Petričević, S. Tröger, Wippenbeck 

 Bericht: FF

Drucken