Würdigung für Urgesteine des VfL

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Im Handball und Tennis waren die Jubilare jahrzehntelang aktiv. Auch heute noch unterstützen sie "ihren" Verein.

Der VfL Wunsiedel bietet seit vielen Jahren Handball und Tennis an. Einige Mitglieder halten dem Verein in diesen beiden Sportarten seit Jahrzehnten die Treue. Sie haben jetzt in der Jahreshauptversammlung für ihre lange Mitgliedschaft eine Ehrung erhalten.

Vorsitzender Hans Blüml dankte den Jubilaren für ihre Treue. Es seien die jeweilige Sportart, die Menschen und die gemeinsame Idee, die sie so lange an den Verein gebunden haben. "Auch wenn ihr nicht mehr aktiv spielt, so unterstützt ihr doch weiterhin den Verein."

Drei Mitglieder ehrte Blüml in der Sparte Handball. Sie waren die Hauptprotagonisten des Vereins in den 70er-Jahren, als der VfL, auch dank ihnen, in der Bayernliga spielte. Roland Schöffel, der "Chef", ist seit seinem zehnten Geburtstag, also seit 63 Jahren, beim Verein dabei. Als "Scharfschütze" aus dem linken Rückraum war er eine wichtige Stütze seiner Mannschaft. Schöffel war Jugendtrainer und hatte als Trainer mit dem A-Schein die höchste Stufe der Hauptübungsleiter erreicht. Außerdem wird der Stellvertreter des Landrats als Organisator und Macher für den Verein geschätzt. Michael Axmann, gerne "Mecklen" genannt, gehört dem Verein seit 61 Jahren an. Er war Spielmacher und Tempogegenstoß-Läufer und ebenfalls als Jugendtrainer tätig. In seiner aktiven Zeit war er als disziplinierter Spieler bekannt, aber auch als "harter Hund" - gegen sich selbst und, wenn es sein musste, auch gegen den Mitspieler. Helmut Weinmeier, "Weini",wurde für 61 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Er war Abwehrstratege und Allrounder, erster Schülerbetreuer des jetzigen Vorsitzenden Blüml sowie seit Jahren ein angesehener Schiedsrichter.

Auch in der SparteTennis gab es drei Ehrungen. Karin Bähring ist seit 50 Jahren im Verein und spielte jahrelang in der Damenmannschaft. Außerdem war und ist sie großer Fan der Handballer. Friedrich Reichel ist seit 61 Jahren dabei. Als er mit demTennisspielen anfing, war es noch ein elitärer Sport, und es durfte ausschließlich weiße Tennisbekleidung getragen werden. Sowohl als Spieler als auch als Trainer zeigte Reichel gute Leistungen. Dritter Tennis-Jubilar ist Gerd Petschauer. Am 1. Januar1956 ist er in den Verein eingetreten, also seit über 64 Jahren Mitglied. Im Tennisspiel pflegte er seinen ganz persönlichen Stil: seine Mitspieler von damals sagen, er habe das stilistisch schönste Tennis in weitem Umkreis gespielt. Eigentlich begann Petschauer seine sportliche Laufbahn mit Handball. Aber nach einer Verletzung konnte er dort seine Stärken nicht mehr richtig ausspielen und wechselte daher zum Tennis.

Natürlich wurden bei der Ehrung auch lustige Geschichten aus alten Zeiten erzählt. Mit "Wisst ihr noch...?" begann so manche Anekdote aus dem Training und von Spielen, über lustige Situationen und besonders über viele Menschen, an die sich die Jubilare gerne erinnern.

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180 Jahre geballte Handballgeschichte als Spieler, Trainer und Schiedsrichter: VfL-Vorsitzender Hans Blüml (linkes Bild, rechts) ehrte (von links) Michael "Mecklen" Axmann, Roland "Chef" Schöffel und Helmut "Weini" Weinmeier für jeweils 60 Jahre Zugehörigkeit zum VfL Wunsiedel. "Der Sport hat uns geprägt", sagte Schöffel stellvertretend für seine Mitstreiter, die dem Verein auch weiterhin dieTreue halten wollen. Auch die Abteilung Tennis zeichnete (rechtes Bild, von links) Karin Bähring, Friedrich Reichel und Gerd Petschauer aus

Quelle: Frankenpost Ausgabe Fichtelgebirge vom 23.09.2020, Fichtelgebirge, Bericht: Peter Pirner, Fotos: Christion Schilling/Peter Pirner

 

 

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