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Damen: HSG Fichtelgebirge – TS Herzogenaurach 27:26

In einer kämpferisch starken Schlussoffensive drehten die Handballdamen der HSG Fichtelgebirge diese Bayernligapartie, die 45 Minuten lang von einem souverän auftretenden TS Herzogenaurach dominiert wurde.

HSG Fichtelgebirge: Faltenbacher – U. Zeitler (5), Wölfel (4), T. Lenhard (3), Späthling (1), Kraus (1), Hermankova (1), Weigel, J. Lenhard (7/4), Mulkey (5/3), N. Schiller, J. Schiller
Zuschauer: 180
Schiedsrichter: Jäckel/Anderloh (Nürnberg)
Strafzeiten: HSG 2, TSH 2

Die Zeichen vor dem Spiel standen nicht schlecht für die HSG Fichtelgebirge. Bis auf die Langzeitverletzte Anne Mages konnte das Team von Coach Josef Hermanek in seiner bisher stärksten Besetzung auflaufen, da auch die Sperre für Anna-Sophie Wölfel abgelaufen war. Hinzu kam noch, dass die Gäste aus Herzogenaurach wegen Verletzungen personelle Probleme haben und ersatzgeschwächt anreisen mussten.

Bis zum 3:2 stimmte die Taktfolge der HSG, gegen eine Herzogenauracher Mannschaft, die erkennen ließ, sich nicht mit einer Packung nach Hause schicken zu lassen. Während die Gäste mit schnellen und quirligen Aktionen, vor allen über die Rechtsaußenposition mit Martina Prohaska, die es auf zehn Treffer brachte, ihre Akzente setzten, verfiel die HSG in eine Form von Schlafwagenhandball. Viel zu behäbig wurde sich der Ball vor der 6:0-Abwehr der Herzogenauracher zugespielt und Großchancen, sowie drei Siebenmeter in Folge in den Sand gesetzt. Die Gäste hatten somit leichtes Spiel und zogen nach 17 Minuten erstmals mit 10:7 davon.

Ratlosigkeit machte sich bei der HSG breit und die Unzufriedenheit war jedem ins Gesicht geschrieben. Als Ulrike Zeitler mit zwei sehenswerten Kreistreffern der 9:10-Anschlusstreffer gelang, schien der Knoten geplatzt zu sein. Aber wieder waren es zu früh abgeschlossene Angriffe und Konzentrationsschwächen im Abwehrverhalten, die den Mittelfranken in die Karten spielten und den Gästen eine verdiente 15:11-Pausenführung bescherten.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig. Die Herzogenauracher konnten schalten und walten wie es ihnen beliebte und die beiden Unparteiischen aus Nürnberg trafen, wie schon in den ersten 30 Minuten, weiterhin sehr zweifelhafte Entscheidungen gegen die HSG, die den Unmut der heimischen Fans zusätzlich schürten. 20:15 lagen die Gäste nach 40 Minuten in Front, als das Abwehrhalten der HSG Fichtelgebirge sichtbar besser wurde.

Jetzt war Bewegung im HSG-Abwehrbollwerk und Torfrau Heike Faltenbacher lief zur Hochform auf. Plötzlich war es die HSG, die das Zepter schwang, gegen eine TSH, die langsam ihrem hohen Tempo Tribut zahlen musste und nun selbst leichte Fehler produzierte. Als in der 51. Minute Kim Mulkey die Aufholjagd ihrer Farben mit dem 22:22-Ausgleich belohnte, stand die Halle Kopf. Herzogenaurach mobilisierte jetzt alle Kräfte, um wenigsten einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. Am Ende scheiterten die Gäste an einer nervenstarken Jessica Lenhard, die in der entscheidenden Schlussphase mit ihren fünf Treffern in Folge, davon drei Siebenmeter, Herzogenaurach im Alleingang auf die Verliererstraße schickte.

Bericht: Walter Lenhard

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