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Damen I: HSG Fichtelgebirge – HaSpo Bayreuth 25:18

Gewonnen, nicht mehr und nicht weniger, so könnte man dieses oberfränkische Damenhandball-Derby zwischen der HSG Fichtelgebirge und HaSpo Bayreuth umschreiben, das nur ab und zu einen Hauch von Bayernligaformat hatte und am Ende das bessere Team als Sieger sah.

HSG Fichtelgebirge: Proskova, Remzova – U. Zeitler (4), Wölfel (8/3), Weigel, F. Zeitler, Mulkey, Kraus (6), Hermankova (3), T. Lenhard, Birner, J. Lenhard (4/3), Mages
Zuschauer: 120
Schiedsrichter: Gruner/Mildner (Marktsteft/Schweinfurt)
Strafzeiten: HSG 4, HaSpo 3
Rote Karte: L. Fischer ( HaSpo/49. Min. nach dritter Zeitstrafe)

Die Gäste aus Bayreuth, mit den Lorbeeren eines Unentschiedens gegen den Spitzenreiter HCD Gröbenzell angereist, versuchten sofort das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, um den Rhythmus der HSG zu stören. Eine Maßnahme, die zunächst beim Gastgeber wenig Wirkung zeigte, der angetrieben von Vera Hermankova und mit einer stark reagierenden Torfrau Petra Proskova, nach vierzehn Minuten, durch Treffer von Ulrike Zeitler, Jessica Lenhard und Sabrina Kraus eine verdiente 6:1‑Führung herausgespielt hatte. Vor allem Linkssaußen Sabrina Kraus spielte an diesem Tag sehr variabel und zeigte auch am Kreis ihre Gefährlichkeit. HaSpo Bayreuth blieb die Antwort einfach schuldig. Zu einer schlechten Chancenauswertung gesellte sich eine Vielzahl von technischen Fehlern, so dass sich ein Debakel für die Wagner-Städter anzubahnen schien, die phasenweise sehr pomadig wirkten. Warum die HSG grundlos selbst das Tempo drosselte und plötzlich gute Tormöglichkeiten ausließ verstand auf den Zuschauerrängen niemand. Letztendlich konnte sich Bayreuth bei der HSG bedanken, dass man zur Halbzeit nur 5:11 im Rückstand lag.

Im zweiten Abschnitt eröffnete Vera Hermankova den Torreigen zum 12:5. Trotzdem war nicht zu übersehen, dass es in der Gästekabine sehr laut zugegangen sein musste, denn HaSpo wirkte wachgerüttelt. Aggressiver in der Abwehr und auch im Angriff wurde druckvoller agiert. In dieser Phase spielte auch die HSG den Bayreuthern in die Karten. Zu genau suchte man den Abschluss und das runde Leder klatsche bis zur 43. Minute zwölfmal ans Gebälk des Gästetors. Vor allem Rechtsaußen Tanja Lenhard hatte einen rabenschwarzen Tag. Egal wie sie es anstellte, der Ball fand einfach nicht die Lücke ins Gästegehäuse. Bayreuth witterte seine Chance und verkürzte nach 45 Minuten auf 12:15. Sollte die HSG für die ausgelassenen Chancen nun bestraft werden. Nein, da war ja noch Anna Wölfel, die aus dem Rückraum, wiederholt den Ball im Torwinkel zappeln ließ und dafür sorgte, dass bis zur 47. Spielminute der Vorsprung auf 18:13 ausgebaut werden konnte. Den schönsten Treffer des Tages erzielten die Zeitler-Schwestern, als Franziska geschickt das Leder auf Ulrike am Kreis ablegte, die eiskalt zum 19:13 einwarf. Die angestrebte Aufholjagd der Bayreutherinnen war gestoppt und der Weg für einen verdienten Sieg der HSG Fichtelgebirge geebnet.

Bericht: Walter Lenhard

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