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Damen I: Bittere Niederlage vor heimischer Kulisse

HSG Fichtelgebirge - TS Herzogenaurach 20:24

Auf ein Spitzenspiel vor heimischer Kulisse freute sich die 1. Damenmannschaft der HSG, hatte man sich doch die ganze Trainingswoche über auf den altbekannten Gegner Herzogenaurach vorbereitet. Leider musste man schon im Vorfeld auf Franziska Zeitler am Kreis verzichten, die aus privaten Gründen nicht auflaufen konnte.

Josef HermanekHSG Fichtelgebirge: Faltenbacher, Remzova, Proskova - Faßbinder, Lenhard (1), Späthling (3), Kraus (3), Hermankova (3), Spannig (4/2), Wölfel (5), Patkova (1), Mulkey, Pöhlmann, Schiller
Schiedsrichter: Farthöfer (TSV 1846 Nürnberg), Moje (SSV Kasendorf)
Zeitstrafen: HSG 5, TSH 3 

Gleich am Anfang stellten die Herzogenauracher klar, dass sie die beiden Tabellenpunkte mit in ihre Heimat nehmen wollen. Schnelle Konter und platzierte Abschlüsse aus dem Rückraum brachten die Fichtelgebirglerinnen in arge Bedrängnis. Den Beginn des ersten Heimspiels hatte man sich wahrlich anders vorgestellt. Doch anstatt dem Geschehen mit beherzten Abwehrattacken auf 9 Metern und sicheren Abschlüssen entgegenzuwirken, ließ man vorne zahlreiche Chancen ungenutzt und lud Herzogenaurach zu leichten Toren vor dem eigenen Kasten ein. Rasch stand es 1:5. 

Wenngleich man nun in den folgenden Minuten sicherer abschloss, so hinkte die HSG in den kommenden 20 Minuten kontinuierlich einem Drei-Tore-Abstand hinterher. Die Folge war ein Halbzeitstand von 9:12. Mit hängenden Köpfen und etwas Angst vor der nahenden Standpauke des Trainers verließ man zur Pause das Spielfeld. 

Scheinbar hatte Coach Hermanek die richtigen Punkte angesprochen, denn die HSG kam angriffslustiger und torgefährlicher auf die Platte zurück und die Herzogenauracherinnen mussten feststellen, dass diese Partie noch keinesfalls gewonnen war. Schnell stand es 10:12 und schließlich sogar 14:14 durch Anna Wölfel, was seinerseits den Gegner zunehmend verunsicherte. Unablässig klingelte es auf beiden Seiten im Gebälk und die HSG konnte sogar auf 17:16 vorlegen. 

Doch nun kam die große halbe Stunde der Unparteiischen, die sich bis dato eigentlich recht unauffällig verhalten hatten. Ehe sich die HSG versah, stand sie nur noch zu Dritt auf dem Feld und weder Spieler noch Trainer oder Zuschauer wussten so recht, was hier geahndet worden war. Sichtlich demoralisiert von diesen Entscheidungen lief das Spiel für die HSG aus dem Ruder. Abschlüsse erfolgten überhastet bzw. unplatziert, 7-Meter wurden nicht verwandelt und allgemeine Hektik griff im Passspiel um sich, was zu Ballverlusten führte. 

So konnten sich die Gäste mit 18:22 absetzen und schließlich das Spiel mit 20:24 für sich entscheiden. 

Bericht: H. F. - Foto: Perzl

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