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Damen I: HSG Fichtelgebirge – TV Etwashausen 33:26

Die Siegesserie der Damen der HSG Fichtelgebirge in der Handball-Bayernliga< hält an. In einer sehr kampfbetonten Partie stellte die HSG bereits nach der Pause die Weichen auf Sieg und bezwang einen sehr körperbetont spielenden Tabellenfünften aus Etwashausen auch in dieser Höhe verdient.

HSG Fichtelgebirge: Proskova, Faltenbacher – Wölfel (6), Hermankova (6), T. Lenhard (6), Spannig (3/3), F. Zeitler (4/2), Kauer (3), Birner (1), U. Zeitler (1), Schiller (1), Meyerhöfer (1), Pöhlmann, Radtke
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Lehmann/Schwarz (Cadolzburg/Fürth)
Strafminuten: HSG 2, Etwashausen 7

Die Selbstsicherheit aus den zuletzt gewonnen Spielen war der HSG Fichtelgebirge deutlich anzumerken. Dass auch der Mannschaftsgeist eine Renaissance erfahren hatte, spiegelte sich im Einsatz der trotz einer Fingerverletzung spielenden Vera Hermankova und von Ulrike Zeitler, die aus privaten Gründen bisher nicht auflaufen konnte, wider.

In den ersten Minuten versuchte jedes Team die Fehler des Gegners auszuloten, so dass es nach 10 Minuten 5:5 stand. Als die HSG drauf und dran war das Zepter in die Hand zu nehmen, wurde zunächst Spielmacherin Hermankova unter Manndeckung gestellt. Eine Maßnahme des TVE-Coach, die den spürbar aufkommenden Spielfluss der HSG stören sollte. Der Schachzug schien zunächst aufzugehen. Die Fichtelgebirglerinnen, so sehr sie sich auch bemühten, kamen nicht weiter als auf zwei Tore weg. Immer wieder gelang es den Unterfranken, die mit Anna Lena Früh (7 Tore) ihre stärkste Akteurin hatten, den Vorsprung zu egalisieren.

Als die Härte der Unterfranken zunahm, dezimierten die beiden Unparteiischen, beim Stande von 10:10, die Gäste auf vier Spielerinnen. Jetzt blies die HSG zum Totalangriff. Jessica Spannig per Siebenmeter und zweimal Vera Hermankova und Anna‑Sophie Wölfel schraubten den Vorsprung bis zur 24. Minute auf 15:10. Jetzt war die HSG endgültig am Drücker und  ging mit einem 18:14‑Vorsprung in die Pause.

HSG‑Coach Josef Hermanek wusste, dass der Sieg gegen diesen TV Etwashausen noch lange nicht in trockenen Tüchern ist und forderte mit Volldampf in die zweite Halbzeit zu gehen. Gesagt getan. Mit Petra Proskova, und Heike Faltenbacher hatte man eine Bank zwischen den Pfosten stehen und im Angriff war ein deutliches „Halali“ zu hören, da die Tore nun wie reife Früchte fielen.

Nach 39 Minuten hatte die HSG ihren Vorsprung vorentscheidend auf 25:16 geschraubt, und einen TV Etwashausen völlig überrollt, der mit erneuter Manndeckung gegen Hermankova und später gegen eine torhungrige Anna-Sophie Wölfel sein Heil suchte. Die HSG war nun nicht mehr zu bremsen.

Den schönsten Treffer des Tages erzielte Jessica Schiller, als sie sich aus der Abwehr heraus den Ball schnappte, am linken Flügel eine Sturmlauf hinzauberte und das runde Leder im langen Eck des Gastgehäuses zappeln ließ. In den Schlussminuten durfte die gesamte junge Garde der HSG aufs Feld, die sich selbst mit dem letzten Treffer der Partie von Hannah Meyerhöfer belohnte.

Bericht: Walter Lenhard

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