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Damen I: HSG Fichtelgebirge – HC Erlangen 18:15

Mit dem HC Erlangen gastierte der Tabellenvierte der Damenhandball-Bayernliga in Wunsiedel. Eine Mannschaft, die sehr athletisch wirkt und vor allem mit ihren Rückraumschützen Peschko und Bockschmidt zwei wurfgewaltige Spielerinnen in ihren Reihen hat.

HSG Fichtelgebirge: Faltenbacher, Gruber – Birner (2), Scheidler (2), Wölfel (4/1), Sammet (3), Mulkey (3/1), Kauer, Gluth (3), Kraus (1), Fischer, Köppel
Zuschauer: 180
Schiedsricher: Dominik Fass, Florian Güßregen (TSV Altenfurt)
Strafzeiten: HSG 4, HCE 5
Spielfilm: 0:3, 1:3, 1:5, 2:5, 2:7, 4:7, 5:9, 7:9, 7:10, 11:10, 11:11 (HZ), 14:11, 14:12, 15:14, 17:14, 17:15, 18:15

Dies bekam eine zu Beginn sehr brav in der Abwehr wirkende und im Angriff zu schlecht abschließende HSG sofort zu spüren. Ehe sich die HSG-Damen versahen, hatte sich der Gast bis zur sechsten Minute mit 5:1 abgesetzt. HSG-Coach Markus Depolt blieb nichts anderes übrig, als seine Mädels mit einer Auszeit wach zu rütteln. Erlangen blieb zunächst spielbestimmend, hielt den Vier-Tore-Vorsprung bis zur 19. Spielminute und führte mit 9:5. Trotzdem war nicht zu übersehen, dass die HSG-Abwehr den Angriff der Gäste immer besser in den Griff bekam, der nun Ladehemmung zeigte.

Zwischenzeitlich hatte Janina Gruber die Torfrauposition von Heike Faltenbacher übernommen, die bis dahin etwas unglücklich agierte. Der Vorsprung der Gäste, die ab der 21. Minute immer mehr den Faden verloren, schrumpfte. Die HSG übernahm nun das Kommando und kam in der 27. Minute durch Nicole Sammet zum 10:10-Ausgleich. Großen Anteil daran hatte auch Torfrau Janina Gruber, die nicht nur gut reagierte, sondern sich auch als Siebenmeterkillerin zeigte. Als Lena Gluth wenig später am Kreis zur 11:10-Führung traf, war der Respekt gegenüber dem Vierten der Liga endgültig abgelegt, der kurz vor der Pause zum 11:11-Ausgleich kam.

Der zweite Spielabschnitt begann mit einem Fehlversuch am Siebenmeterpunkt für die HSG. Trotzdem nahm der Gastgeber, der nun wie ein Bollwerk in der Abwehr stand, weiter Fahrt auf und sorgte mit Treffern von Nicole Sammet und Lena Gluth für eine 14:11-Führung. Erlangen, jetzt mit dem Rücken zur Wand, versuchte alles, um den Rückstand zu egalisieren. Aber da war ja noch Janina Gruber. Immer wenn Erlangen den Anschlusstreffer per Siebenmeter hätte setzen können, war Gruber zur Stelle und entschärfte mit tollen Reflexen diese hundertprozentige Tormöglichkeit. So blieb der Zwei-Tore-Vorsprung der HSG bestehen.

Als in der 51. Minute die erfolgreichste HSG-Werferin, Anna Wölfel, auf 17:14 erhöhte, kam das Gefühl auf, dass die Mittelfranken, die erneut mit einem Siebenmeter gescheitert waren, diesen Vorsprung nicht mehr egalisieren können. Als in der 58. Minute dem HC der 15:17-Anschlusstreffer gelang, löste Franziska Scheidler mit ihrem Treffer zum 18:15 endgültig die Fahrkarte für einen am Ende verdienten doppelten Punktgewinn.

Nach dem Schlusspfiff bedankte sich das Team bei ihrer Torfrau Janina Gruber, die einen großen Anteil an dem Sieg hatte.

Bericht: Walter Lenhard

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