Damen: HaSpo Bayreuth – HSG Fichtelgebirge 14:15

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Es ist immer etwas Besonderes, wenn Mannschaften von HaSpo Bayreuth und der HSG Fichtelgebirge aufeinandertreffen. Dieses Mal waren es die Damen-Teams, die ihre Klingen kreuzten. Die Wagner-Städter hatten noch eine Rechnung offen, verloren sie das Hinspiel in Marktredwitz mit 21:26. Die HSG Fichtelgebirge hatte, nach ihrem zuletzt erzielten Sieg gegen Nürnberg, den Klassenerhalt endgültig in trockene Tücher gebracht.

HSG Fichtelgebirge: Gruber- Mancellari (1), Reif (6/3), N. Sammet, Kauer (2), Gluth, Kraus (5), Schlegel, Trißl, Fischer (1)
Zuschauer: 100
Schiedsrichter: Schweizer/Vornehm (Friedberg/Haunstetten)
Strafzeiten: HaSpo 3, HSG 3
Spielfilm: 0:1, 7:1, 8:4, 9:6, 12:6 (HZ) 12:12, 13:12, 13:15, 14:15

Bayreuth legte los wie die Feuerwehr und führte nach elf Minuten mit 7:1. Es war nicht der Gegner, der die HSG zur Verzweiflung brachte, sondern das von Bayreuth verwendete Haftmittel, das in den Sporthallen im Landkreis Wunsiedel grundsätzlich nicht erlaubt ist. Die Folge waren Ballverluste und Probleme bei der Chancenverwertung. HaSpo kontrollierte bis zur Pause die Partie und ging mit einem 12:6 in die Kabine. HSG-Coach Markus Depolt versuchte beruhigend auf seine Schützlinge einzuwirken und sah im zweiten Spielabschnitt eine HSG, die sich immer besser auf das Haftmittel einstellte.

Als Bayreuth in der 34. Minute eine Zwei-Minuten-Strafe erhielt, verkürzten zweimal Kathrin Reif und Julia Fischer auf 9:12. Die HSG war wieder im Spiel und zeigte einen deutlichen Aufwärtstrend. HaSpo-Coach Matthias Starz merkte, dass die Partie eine Wende nehmen könnte und holte sein Team mit einer Auszeit vom Feld. HaSpo versuchte nun alles, um die Führung wieder auszubauen, scheiterte aber immer wieder an Janina Gruber. Was die HSG-Torfrau in der zweiten Halbzeit zeigte, war Bayernliga-Spitzenklasse. Egal wie das runde Leder auf das HSG-Gehäuse abgefeuert wurde, Gruber war zur Stelle und ließ im zweiten Spielabschnitt nur noch zwei Treffer der Bayreuther zu.

Anders die HSG, die ein Tor nach dem andern setzte und nach 48 Minuten durch Sabrina Kraus den 12:12-Ausgleich erzielte. Während die Fichtelgebirgler total fokussiert wirkten, machte sich beim Gastgeber mehr und mehr Ratlosigkeit breit, der, trotz guter Chancen, seinen Meister in Gruber fand. Als Bayreuth, man staune und höre, nach 49 Minuten der erste Treffer nach Pause zur 13:12-Führung gelang, keimte Hoffnung auf. Diese wurde von der HSG jäh zerstört. Kathrin Reif, die stärkste Werferin auf HSG-Seite und Eva Mancellari, drehten den Spieß wieder um und sorgen bis zur 60. Minute für eine 15:13-Führung der HSG. Unmittelbar im Gegenzug gelang Bayreuth per Siebenmeter Treffer 14.

Die HSG wusste am Ende, bei wem sie sich zu bedanken hatten und zwar bei Janina Gruber, die einen Sahne-Tag erwischte und Bayreuth allein den Zahn gezogen hatte.

 Bericht: Walter Lenhard

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