• Logo der HSG-Fichtelgebirge und Fotos der Mannschaften

Damen: HSG Fichtelgebirge – HSG Würm-Mitte 17:33

Eigentlich sollte der favorisierte Drittliga-Absteiger und momentane Tabellenzweite in der Handballdamen-Bayernliga, HSG Würm-Mitte, etwas geärgert werden. Vielleicht hätte es auch geklappt, wenn Kathrin Reif nicht kurzfristig erkrankt und Lena Gluth vom Arzt nicht mit einem einwöchigen Spielverbot belegt worden wäre.

HSG Fichtelgebirge: Gruber, Dragoun - Schedl, Scheidler (6/1), Sammet (2/1), Schösser (4), Kauer, Materne (3), Schlegel (2), Fischer
Zuschauer: 120
Schiedsrichter: Ludwig/Wolf (ASV Cham/TS Herzogenaurach)
Strafzeiten: HSG Fichtelgebirge 6, HSG Würm-Mitte 5
Rote Karte: HSG Fichtelgebirge 60. Min. Schedl (nach dritter Zeitstrafe)
Spielfilm: 1:1, 2:3, 3:5, 3:9, 4:13, 6:13, 7:15, 8:16, 9:19 (HZ), 10:20, 13:21, 13:26, 14:26, 15:29. 17:33

Bis zum 3:5, nach neun Minuten, schien alles normal zu laufen. Aber danach lief beim Gastgeber, der letztendlich nur über zwei Auswechslerinnen verfügte, überhaupt nichts mehr zusammen. Die Abwehr der Gäste stand gut und der Ideenreichtum bei den Fichtelgebirglerinnen ließ zu wünschen übrig. Einziger Lichtblick war Franziska Scheidler, die aus dem Rückraum traf und sich gerne eine zweite Rückraumschützin neben sich gewünscht hätte. Hinzu kam, dass die Außenpositionen einen rabenschwarzen Tag erwischten und 16 mögliche Torchancen nicht nutzten und immer wieder an Gästekeeperin Chiara Steger scheiterten. Ab der zehnten Spielminute brach das Unheil über die Fichtelgebirgs-Damen herein. Die Würmtaler Wildkatzen konnten nun schalten und walten wie sie wollten. Erleichtert wurde ihnen das Tore-Werfen durch eine desolate Abwehr des Gastgebers. Janina Gruber im Tor der Fichtelgebirlger konnte einem so richtig leid tun, da stets ein freier Angreifer vor ihr auftauchte und verwandelte. So war es auch kein Wunder, dass Würm nach zwanzig Minuten mit 13:4 führte und mit einem 19:9 in die Pause gehen konnte.

Für die Gastgeberinnen konnte die Devise im zweiten Spielabschnitt nur Schadensbegrenzung lauten. In den ersten 15 Minuten nach dem Seitenwechsel stand die Abwehr der Oberfranken wesentlich besser und es gelang, den Rückstand auf acht Tore zu minimieren. Eine weitere Ergebnisverkürzung wäre bei gleichbleibender Abwehrleistung durchaus im Rahmen des Möglichen gewesen. Aber ab der 45. Minute schwächelte erneut das Abwehrverhalten der Heimmannschaft. Fehlwürfe und unnötige Ballverluste taten ihr Übriges, so dass die Gäste, die in allen Belangen überlegen waren, ihren Vorsprung weiter ausbauen und einen verdienten Sieg feiern konnten.

Bericht: Walter Lenhard

 

Drucken