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Damen: HSG Fichtelgebirge – TSV EBE Forst United 23:22

Einen wichtigen Sieg landete die Damenmannschaft der HSG Fichtelgebirge mit ihrem neuen Trainer Gerald Wölfel in der Handball-Bayernliga gegen den Tabellennachbarn TSV Ebersberg und konnte dadurch den Abstand zum Mittelfeld verkürzen.

HSG Fichtelgebirge: Gruber, Dragun - Reif (8/6), Bernrardova, Scheidler (1), Sammet (1), Schösser (3), Kauer, Matrerne (3), Schlegen (4), Trißl, Fischer (3) Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Abel/Herpolsheimer (MTV Stadeln/TV 1861 Erlangen-Bruck)
Strafminuten: HSG 0, TSV 1
Spielfilm: 1:1, 2:2, 3:4, 4:6, 8:6, 9:7, 9:9, 12:10 (HZ), 12:12, 14:12, 15:13, 16:14, 16:16, 17:16, 18:17, 18:18, 20:18, 21:19, 21:22, 22:23

Beiden Teams war von Beginn an klar, dass es sich heute um ein Vier-Punkte-Spiel handelt und dass der Ausgang letztendlich eine knappe Entscheidung werden würde, was sich bewahrheiten sollte.

20 01 11 Andrea BernardováAuf HSG-Seite war man gespannt, wie sich die Mannschaft unter der neuen Führung präsentieren würde. Hinzu kam, dass mit Andrea Bernardova (zuletzt 1. Liga in Pilsen) kurzfristig ein Neuzugang zu verzeichnen war, der vor allem in der Abwehr die Akzente setzen soll. Die Abwehr, unterstützt von den beiden gut reagierenden Torfrauen Janina Gruber und Franziska Dragoun, war es auch, die in dieser Partie eine überzeugende Leistung abrief. Im Angriff tauchte Sabrina Materne, die jedem als Linksaußen im Gedächtnis war, plötzlich in den Rückraumpositionen auf und gab keine schlechte Figur ab.

Nach anfänglichem Abtasten, waren es die Gäste, die ihre Tormöglichkeiten besser nutzten und in der 13. Minute mit 6:4 in Führung gehen konnten. Mit einem fulminanten Zwischenspurt verwandelte die HSG diesen Rückstand bis zur 20. Minute in eine 8:6 Führung. Es hätte für die Gäste in dieser Phase auch schlimmer kommen können, wäre die HSG konsequenter mit ihren Chancen umgegangen. So konnte der TSV stets auf Tuchfühlung bleiben, der zur Pause eine 12:10-Führung des Gastgebers quittieren musste.

Die Fichtelgebirglerinnen blieben auch nach dem Seitenwechsel in Front, schaffte es aber nicht, sich entscheidend abzusetzen. Man muss es ganz deutlich sagen, was sich die HSG-Damen in der Abwehr erarbeiteten wurde leichtfertig durch Fehlversuche oder unnötige Ballverluste im Angriff verschenkt. Die Chancen für eine Drei-Tore-Führung waren mehrmals gegeben, blieben aber ungenutzt. Den Oberbayerinnen konnte dies nur recht sein, die mit schnellen Kontern zu einfachen Toren kamen.

In der 52. Minute, die HSG führte mit 21:19, Kathrin Reif hatte gerade vom Siebenmeterpunkt ihren sechsten Strafwurf sicher verwandelt, gelang den Gästen im Gegenzug durch Lara Becher das 20:21. Die HSG hatte den Treffer zum 22:20 schon vor Augen, als erneut Kathrin Reif zum Siebenmeterpunkt schritt und diesmal an der Gästekeeperin scheiterte. Gerade jetzt, dachten 200 HSG-Fans, die mit anschauen mussten, wie Ebersberg durch zwei Treffer in Folge mit 22:21 in Front ging. Die Spannung war jetzt nicht mehr zu überbieten, als Nicole Sammet im Gegenangriff den 22:22-Ausgleich markierte. Es waren noch 17 Sekunden zu spielen, die mit einer Auszeit der Gäste unterbrochen wurden, um mit einer taktischen Maßnahme den Siegtreffer zu setzen.

Die letzte Viertelminute des Spiels war angebrochen, als ein von der HSG provozierter Ballverlust bei HSG-Linksaußen Katharina Schlegel landete, die das runde Leder eine Sekunde vor Schluss in den Ebersberger-Maschen zum vielumjubelten 23:22-Sieg versenken konnte.

Ein wichtiger Erfolg der HSG, der für die Rückrunde Hoffnung macht.

Bericht: Walter Lenhard

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