• Logo der HSG-Fichtelgebirge und Fotos der Mannschaften

Damen: HSG Fichtelgebirge – HSV Bergtheim 21:25

In ihrem Auftaktspiel kassierte die Damenmannschaft in der Handball-Bayernliga Nord gegen den letztjährigen Dritten, die HSV Bergtheim, eine Heimniederlage, die, bei besserer Chancenauswertung, durchaus vermeidbar gewesen wäre.

HSG Fichtelgebirge: Gruber, Dragoun - Scheidler (4), Spitzl (2), Schösser (2), Kauer (4), Höra, Knoll, Materne (4), Schlegel (1), Spannig (4/2), Trißl, Fischer
Zuschauer: 70
Schiedsrichter: Simon Ludwig/Nikolas Wolf (TS Herzogenaurach)
Strafzeiten: HSG 5, HSV 3
Spielfilm: 0:2, 2:2, 3:2, 3:4, 6:4, 6:8, 8:9, 10:11 (HZ), 11:11, 12:13, 13:15, 16:16, 16:20, 17:22, 20:23, 21:25

Die HSG-Verantwortlichen hatten sich große Mühe gegeben, die Hygienevorschriften umzusetzen. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl in einer sonst 400 Zuschauer fassenden Sporthalle bei 80 zugelassenen Fans von ausverkauft zusprechen. Trotzdem war die Stimmung gut auch bei der Damenmannschaft, obwohl das Team nicht komplett war. SG Trainer Gerald Wölfel musste die Mannschaftsaufstellung neu ordnen, da die drei tschechischen Neuzugänge, Tereza Hannweber (erkrankt), Michaela Buchlovská (kein Corona-Test) und Barbora Koubová (es lag noch keine Freigabe vom DHB vor, obwohl die Formalitäten schon längst abgewickelt sind) nicht zur Verfügung standen.

20 10 05 KatharinaNach einem anfänglichen Abtasten waren es die Gäste, die zwischen der vierten und fünften Minute zweimal erfolgreich abschlossen und eine 2:0-Führung für sich verbuchen konnten. Per Siebenmeter gelang Jessica Spannig der 1:2-Anschlusstreffer. In der Folgezeit ließen die Gäste zwei Siebenmeter erfolglos liegen und die HSG konnte durch Alexandra Kauer und Spannig erstmals mit 3:2 in Front gehen. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich eine ausgeglichene Partie.

Dennoch war nicht zu übersehen, dass die Gäste wesentlich druckvoller, schneller agierten und eine stabilere Abwehr an den Tag legten. Trotzdem gelang der HSG durch zwei Tore von Kauer die 6:4-Führung und schien immer mehr Sicherheit zu gewinnen. Wäre da nicht die beste Werferin der HSV, Tanja Bausenwein, gewesen. Die robuste Kreisläuferin, die von der HSG nie unter Kontrolle gebracht werden konnte, sorgte dafür, dass sich der Gastgeber binnen vier Minuten wieder mit 6:8 im Hintertreffen sah. Eine Führung, die nicht nur der schlechten Chancenauswertung auf HSG-Seite geschuldet war, sondern mit Pia Kunzman stand auch eine überragende Gästekeeperin zwischen den Pfosten. Die Fichtelgebirgler ließen sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen, blieben bis zur Pause auf Tuchfühlung und gingen mit einem 10:11-Rückstand in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel kam die HSG sofort zum Ausgleich. Aber wie schon im ersten Abschnitt war es die schlechte Chancenauswertung und Torfrau Pia Kunzmann, die in der Folgezeit so manche einhundertprozentige Tormöglichkeit vereitelte. Dennoch hielt die HSG die Partie offen. Ein 13:15-Rückstand wurde durch die Treffer von Sabrina Materne und Nicole Spitzl egalisiert. Dann die entscheidende Phase in der Partie. Jessica Spannig glich in der 50. Minute per Siebenmeter zum 16:16 aus. Sofort zückte Gäste-Coach Stephan Dinkel die Time-out-Karte und holte seine Schützlinge vom Feld. Diese Maßnahme hatte Signalwirkung. Die Unterfranken gaben nochmals mächtig Gas. Trafen nun auf eine immer instabiler werdende HSG-Abwehr, die im Eins gegen Eins wiederholt das Nachsehen hatte. Ein in der 60. Minute von der zweitbesten Werferin der HSV, Hannah Lichtlein, direkt verwandelter und eigentlich haltbarer Freiwurf zum 21:25 Endstand, war ein Spiegelbild der HSG-Verfassung in der Schlussphase.

Jetzt gilt es für die Fichtelgebirglerinnen nach vorne zu schauen, um in Winkelhaid erfolgreich zu sein.

Bericht: Walter Lenhard Quelle Foto: Frankenpost Ausgabe Fichtelgebirge vom 05.10.2020, Peter Perzl

 

Drucken