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Damen: HSG Fichtelgebirge – 1. FCN Handball 25:28

Es gibt Tage, da klebt das Pech wie eine Klette an den Fersen. Diesmal traf es die Damenhandballmannschaft der HSG Fichtelgebirge, die durch zwei Spielsituationen auf der Verliererstraße landete.

HSG Fichtelgebirge: Gruber – Wölfel (2), Birner (5/2), Gimmel (1), Mulkey (8), Kauer (5), Weber, Materne (3), Spannig, Trißl, Buchlovska (1)
Zuschauer: 100
Schiedsrichter: Abel/Herpolsheimer (TV Erlangen-Bruck)
Zeitstrafen: HSG 3, FCN 1
Rote Karte: 49. Min. HSG Kim Mulkey nach dritter Zeitstrafe
Spielfilm: 0:2, 3:2, 4:4, 7:5, 8:7, 9:12, 12:13, 14:14, 14:16 (HZ), 16:16, 17:17, 21:18, 23:20, 23:26, 25:26, 25:28

Nürnberg, mit nur einer Auswechslerin und als punktloser Tabellenletzter der Landesliga Nord angereist, hatte den besseren Start und ging mit 2:0 in Front. Die Antwort der HSG ließ nicht lange auf sich warten. Kim Mulkey, Alexandra Kauer und Viktoria Birner sorgten postwendend für eine 3:2-Führung. Der Gastgeber war bemüht, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Aber im Abwehrverbund fehlte oftmals der richtige Zugriff auf die Angriffsachse der Nürnberger mit Laura Knapp am Kreis, Spielmacherin Lisa-Charlotte Knapp und Alina Penner aus dem Rückraum. Somit blieb es eng auf der Anzeigetafel.

Dann der erste Schock für die HSG Fichtelgeibrge. Jessica Spannig wurde bei einem Angriffsversuch von Laura Knapp regelrecht abgeschossen, die wie ein Dampfhammer aus der Abwehr herausprellte. Spannig fiel unkontrolliert und mit voller Wucht rückwärts auf den Hallenboden. Völlig desorientiert und mit erheblichen Schmerzen an der Wirbelsäule wurde sie vom Feld geführt, was zugleich den Ausfall einer wichtigen Spielerin bedeutete. Eigentlich eine klare rote Karte, aber es bleib nur bei einer Zeitstrafe, eine nicht nachvollziehbare Fehlentscheidung der beiden Unparteiischen.

Trotz dieses Verlustes zeigten die HSG-Damen Moral, hatte kurz vor der Pause durch Sabrina Materne und Alexandra Kauer mit zwei Pfostentreffern Pech, so dass die Gäste mit einer 16:14.Führung in die Kabine gingen.

Im zweiten Spielabschnitt legten die Fichtelgebirglerinnen los wie die Feuerwehr, egalisierte den Rückstand und zogen durch Tore von Materne, Kauer, Birner und Mulkey bis zur 45. Minute auf 23:20 davon. Gestützt von einer immer besser werdende Janina Gruber im Tor, schien die HSG auf die Siegesstraße einzubiegen, da man die Angriffsachse der Gäste jetzt besser im Griff hatte. Dann ein Pfiff und eine Zeitstrafe für den zweiten HSG-Rückraum Kim Mulkey. Es war ihre Dritte, die den Spielausschluss bedeute. Eine harte Entscheidung gegen die Fichtelgebirgler, die dem Club in die Karten spielte.

Nürnberg bekam zusehends Oberwasser und Gäste-Keeperin Sandra Spiess wurde immer mehr zum Rückhalt ihres Teams. Dem 1. FCN gelangen sechs Tore in Folge und eine 26:23 Führung. Die HSG arbeitete sich wieder bis auf ein Tor heran, aber der Ausgleich wollte nicht gelingen. Am Ende jubelten die Gäste, die ihren ersten Sieg feiern konnten, gegen eine HSG, Fichtelgebirge, die bis zum Schluss kämpfte, aber ohne adäquaten Rückraum letztendlich auf verlorenem Posten stand.

Bericht: Walter Lenhard

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