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Damen: Die HSG ist wieder da!

HSG Fichtelgebirge - TV Etwashausen 22:19 (10:12)

Die zurzeit so gebeutelte Damenmannschaft der HSG Fichtelgebirge konnte am Freitagabend am Abschlusstraining, erstmals in diesem Jahr, positive Neuigkeiten vermelden. In einem letzten CT stellte sich heraus, dass der Finger von Jessica Lenhard endlich zusammengewachsen war und sie erhielt grünes Licht vom Arzt am Samstag wieder mit ins Spielgeschehen eingreifen zu dürfen. Das war wichtig für die Mannschaft, musste man an diesem Wochenende doch auch noch auf die Spielmacherin Vera Hermankova verzichten, die aufgrund von Prüfungen verhindert war.

Damen HSG Fichtelgebirge HSG Fichtelgebirge: Faltenbacher – Zeitler (2), K. Lenhard (1/1), Kauer, T. Lenhard (6), Weigel, Späthling (4), Pöhlmann, Mulkey (3), Meyerhöfer, Kraus (1), J. Lenhard (4)
TV Etwashausen: Braun, Hebling – Suciu, M. Meyer (3), J. Meyer (1), M. Meyer (11/4), Knorz (2), A. Renner (1), I. Renner, Muther, Arlt (1)
Zeitstrafen: HSG Fichtelgebirge 4, TV Etwashausen 3
Zuschauer: 120

Die Gastgeberinnen legten gleich los wie die Feuerwehr. Mit Eva Späthling auf der Spielmacherposition setzte die HSG die Abwehr des Gegners unter Druck und so war es Jessica Lenhard vergönnt, das erste Tor zu erzielen. Da auch die Abwehr sicher stand, konnte sich die HSG schnell auf 4:1 absetzen. Doch die Oberfränkinnen ließen ihre Gegnerinnen ins Spiel kommen, da man dann einige Bälle in zu hektischen Angriffsaktionen verlor und es auch in der Abwehr häufig zu Absprachefehlern kam. Probleme hatte man hier vor allem mit der Rückraumspielerin Melanie Meyer, die man oft zu spät attackierte und Heike Faltenbacher im Tor gegen die platzierten Würfe dann keine Chance mehr hatte. Über ein 7:7 konnten sich die Unterfränkinnen bis zur Halbzeit einen Vorsprung von 10:12 herausspielen.

In der Halbzeitpause gab Trainer Josef Hermanek die Anweisung, vor allem die Abwehrarbeit wieder konzentrierter anzugehen, da man aus hinten gewonnenen Bällen leichte Gegenstoßtore erzielen konnte. Den Mädels und ihrem Trainer war bewusst: Hier ist heute mehr drin!

Und das zeigten sie dann auch auf dem Spielfeld. Vor allem eine drehte in den ersten Minuten der 2. Halbzeit auf. Eva Späthling überraschte die Gäste mit einem super Schlagwurf in den linken oberen Winkel, spielte eine starke Vorgezogene in der Abwehr und brachte ihre Mannschaft mit 2 Kontertoren auf 13:12 in Führung. Die HSG Abwehr stand in dieser Phase überragend. Mit Karina Lenhard als starke Mitteldeckerin und einer sehr gut reagierenden Heike Faltenbacher im Tor stellte man die Etwashausener vor große Probleme. Sie erzielten in dieser Zeit kein einziges Tor. Jessica Lenhard und Kimberly Mulkey, die beide ein sehr gutes Spiel im Rückraum zeigten, sowie Tanja Lenhard auf Rechtsaußen erzielten die wichtigen Tore zur 17:12-Führung. Erst in der 49. Minute war es den Gästen möglich den ersten Treffer der 2. Halbzeit zu setzen und sie bekamen noch einmal Aufwind. Einige Fehler in der HSG-Abwehr brachte die Gäste zu einfachen Tore und sie kamen auf 18:16 heran.

Doch diesen Sieg ließen sich die HSG-Mädels nicht mehr nehmen. Sie zeigten einmal mehr, dass sie eine starke, geschlossene, zusammenhaltende Mannschaft sind, die mit sehr viel Teamgeist auch die Ausfälle von Wölfel und Hermankova kompensieren konnten. Zu Recht feierten sie sich nach dem Abpfiff mit dem Sprechgesang: "Die HSG ist wieder da!"

Bericht: Anne Mages. Foto: Perzl

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