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Herren I: HSG in der Landesliga-Realität angekommen

HSG Lauf/Heroldsberg – HSG Fichtelgebirge 29:26

Eine 29:26-Niederlage musste die HSG Fichtelgebirge bei der HSG Lauf/Heroldsberg hinnehmen. Die Heimmannschaft hatte, bedingt durch ein schweres Auftaktprogramm, bisher eine Punkteausbeute von 0:6 Punkten zu verzeichnen und stand somit in diesem Spiel bereits mit dem Rücken zur Wand. Entsprechend entwickelte sich eine hart umkämpfte, aber jederzeit faire Partie.

Zuschauer: 150
Zeitstrafen: Lauf/Heroldsberg 2, HSG Fichtelgebirge 1
Schiedsrichter: Hübner/Jedzik (SG Schwabach Roth) leiteten sehr gut

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase stand es in der 13. Minute 6:6. Die HSG Fichtelgebirge wurde fortwährend dominanter und erspielte sich eine Zwei‑Tore‑Führung. Aber bereits in dieser Phase leistete man sich einige unnötige Ballverluste und vergab klare Kontermöglichkeiten. In der Folgezeit offenbarte die sonst so kompakte Defensive allerdings ungewohnte Lücken und der Angriffsmotor begann gewaltig zu stottern, woraus ein 13:10-Rückstand resultierte.

Trainer Depolt nahm nun eine Auszeit und forderte die Seinen auf, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. Bis zur Halbzeit kämpfte sich die Mannschaft wieder heran und Martin Kovář hämmerte das klebrige Leder mit der Sirene zum 14:14 in die Maschen.

Die erste Viertelstunde des zweiten Durchgangs verlief stets nach demselben Muster: Die HSG legte ein Tor vor, Lauf/Heroldsberg zog nach. Dies setzte sich über die Spielstände 16:17 und 19:20 bis zum 21:21 in der 45. Minute so fort. Auch in dieser Phase verhinderten Leichtsinnsfehler und vergebene Einwurfmöglichkeiten wieder, dass sich die Fichtelgebirgler hätten spielentscheidend absetzen können. Die sonst so starken Außenspieler konnten nicht wie gewohnt in Szene gesetzt werden und der Rückraum blieb weitestgehend blass – Nachlässigkeiten, die sich in der Schlussviertelstunde rächten.

Lauf/Heroldsberg bekam nun Oberwasser und konnte sich sieben Minuten vor Schluss mit 26:23 absetzen. Fünf Mal in Folge schlugen hierbei die Würfe des großgewachsenen Nils Kemper im HSG-Tor ein. Besonders enttäuscht zeigte sich nach dem Schlusspfiff Torhüter Miroslav Broško, dass er zu diesem Zeitpunkt nicht die gewohnten Akzente setzen konnte. Allerdings vermochte es auch die Abwehr nicht, den Distanzschützen entscheidend zu stören.

Die Mannschaft kämpfte verbissen und glich 90 Sekunden vor Spielende zum 26:26 aus. Im Gegenzug erhöhte die Heimmannschaft wieder auf 27:26. Nach einem Fehlwurf der HSG konnte Lauf/Heroldsberg auf 28:26 erhöhen und die Messe war gelesen.

Positiv ist anzumerken, dass die HSG nie aufsteckte, zweimal Rückstände aufholte und bis zum Schluss kämpfte. Auch standen die Rekonvaleszenten Flasche und Wippenbeck wieder die ersten Minuten auf der Platte. Moniert werden muss allerdings die hohe Zahl an Unkonzentriertheiten und, zumindest in manchen Phasen, mangelnde Aggressivität.

Noch in der Kabine zeigte sich die Mannschaft selbstkritisch und schwor sich auf das Heimspiel am nächsten Samstag gegen den starken TV Erlangen-Bruck ein, um dann wieder siegreich vom Platz zu gehen.

Bericht: F. F.

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