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Herren: HSG Fichtelgebirge - ASV Cham 31:26

In einer guten Handball-Landesligapartie boten die Herren der HSG Fichtelgebirge über 60 Minuten eine tolle Mannschaftsleistung und bezwangen verdient  einen kampfstarken ASV Cham, der vor allem im ersten Spielabschnitt die Hausherren in der Abwehr oft sehr schlecht aussehen ließ.

HSG Fichtelgebirge: Broṧko, Gruber – Tröger, Burger, Bralic, Schöffel, Wippenbeck, Ruckdeschel, Berger, J. Rieß, Kovář, Hartmann, M. Tröger
Zuschauer: 250
Schiedsrichter: Gruner/Mildner (Marktsteft/Schweinfurt)
Strafzeiten: HSG 4, ASV 5
Spielfilm: 3:3, 3:4, 5:6, 8:7, 10:10, 13:11, 13:12, 13:15, 15:15, 17:15, 19:16, 24:20, 28:22, 31.26 

Diese Partie stand unter einem besonderen Stern. Beide Teams wussten, dass nur ein Sieg den Klassenerhalt sichern kann. Mit diesem Vorsatz gingen die Mannschaften zu Werke und es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Dabei spekulierte der ASV Cham sicherlich darauf, dass die HSG Fichtelgebirge durch die Sperre von Stefan Flasche nicht nur einen wichtigen Leistungsträger verloren hatte, sondern auch der Angriff an Durchschlagskraft verloren haben könnte.

Dieser Gedanke wurde in den ersten Minuten gleich ausgeräumt. Konstantin Burger, der die Links- und Rechtsaußenposition bedienen kann und in dieser Saison zu den leistungsstärksten Spielern im HSG-Kader gehört, avancierte auch an diesem Tag zum besten Akteur des Spiels. Die ersten beiden Treffer gehörten ihm, denen noch weitere sieben tolle Tore folgen sollten.

Cham wusste nun, dass die Trauben bei der HSG sehr hoch hängen und versuchten mit ihrem Zweimeterhünen Petr Tahovsky, der es insgesamt auf zehn Treffer brachte, dagegenzuhalten. Die erste größere Möglichkeit für die HSG sich abzusetzen, bot sich nach 20 Minuten, als sich ein Überzahlspiel von 6:4 ergab. Dieses verpuffte, da der Chamer Tohorsky in dieser Phase zu viele Freiheiten hatte und mit seiner Wurfgewalt stets den Ausgleich herstellen konnte. Linksaußen Bralic, der ebenfalls eine überzeugende Leistung bot, und Burger sorgten kurz vor der Pause erstmals für eine Zwei-Tore-Führung zum 13:11. Durch eine etwas kuriose Entscheidung der Unparteischen, die ein Foul an Martin Kovář nicht ahndeten, sondern ihm Schrittfehler unterstellten, konnten die Oberpfälzer mit einem schnellen Gegenstoß den Halbzeitstand von 13:12 herstellen.

Die Partie blieb auch nach der Pause zunächst ausgeglichen. Der ASV Cham erwischte den besseren Start und ging mit 15:13 in Front. Die HSG ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und vor allem Miroslav Broṧko im HSG-Kasten wurde von Minute zu Minute an stärker. Der Torgarant auf Chamer-Seite Tahovsky, der von einer nun wesentlich stärker spielenden HSG-Abwehr bearbeitet wurde, zeigte plötzlich Konzentrationsschwächen im Abschluss oder scheiterte an Broṧko. Nicht auf der Rechnung hatten die Gäste Johannes Wippenbeck, der wie Phönix aus der Asche aus dem linken Rückraum die Bälle im ASV-Kasten versenkte. Spielmacher Martin Kovář, selbst mit zwei „Fackeln“ erfolgreich, lenkte geschickt die Fäden. Die Folge war, dass Kovář und Wippenbeck in Manndeckung genommen wurden. Die HSG blieb eiskalt, hatte man doch mit Dominik Hartmann und Julian Rieß weitere wurfgewaltige Akteure, die den Vorsprung ausbauten. Der Gastgeber hatte nun das Zepter in der Hand und zog bis zur 51. Minute auf 28:22 davon. Cham war eigentlich schon am Boden, als die Unparteiischen etwas zu kleinlich agierten und binnen zwei Minuten drei HSG-Akteure mit Zeitstrafen auf die Bank schickten. Trotz sechs Chamer Spielern gegen drei HSGler gelang es den Gästen nicht einen Treffer zu setzen, da sich HSG-Keeper Broṧko wie eine Mauer vor seinem Gehäuse aufbaute und alles hielt was zu halten war. Stehende Ovationen waren der Lohn für diese überragende Torwartleistung. Als Julian Rieß im Gegenzug der Treffer zum 29:22 gelang war die Messe gelesen, ein verdienter Heimerfolg und der Klassenerhalt geschafft.

Bericht: Walter Lenhard

Fotos findet Ihr unter www.frankenpost.de

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