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Herren I: HSG Fichtelgebirge – SpVgg Altenerding 29:23

Das war knapp! Mit diesen Worten lässt sich diese Handball-Landesligapartie zwischen der HSG Fichtelgebirge und der SpVgg Altenerding am besten umschreiben.

HSG Fichtelgebirge: Gruber, ab der 19. Minute Broško - Fischer, St. Tröger (4), Burger (4), Bralic (1), Schöffel (4/3), Wippenbeck (7), Kempf (3), M. Tröger, Hartmann (3), Ruckdäschel, Birner (3)
Zuschauer: 150
Schiedsrichter: Fass/Güßregen (TSV Altenfurt)
Strafzeiten: HSG Fichtelgebirge 2, SpVgg Altenerding 5
Spielfilm: 2:1, 2:4, 3:6, 5:6, 6:11, 7:12, 9:12, 11:13, 12:12, 14:15 (HZ), 17:15, 18:18, 18:20, 19:21, 21:21, 26:21, 29:23

Die Fichtelgebirgler mussten aus beruflichen Gründen auf ihren torhungrigen Rechtsaußen Stefan Flasche verzichten. Dies war nur ein Puzzleteil, vor allem im ersten Spielabschnitt, das beim Gastgeber fehlte. Auch die Abwehrarbeit schien bei der HSG nach zwei Minuten Spielzeit völlig in Vergessenheit geraten zu sein. Das nutzten die quirligen Altenerdinger konsequent aus und stürzten die HSG-Abwehr von einer Verlegenheit in die andere. 4:2 stand es nach sechs Minuten für die Gäste, die frisch, fromm, fröhlich, frei aufspielen konnten und auf 6:3 erhöhten.

HSG-Coach Dieter Schmidt war bereits jetzt gezwungen, eine Auszeit zu nehmen, um seine Jungs richtig einzunorden. Die Worte schienen Früchte zu tragen. Konstantin Burger, Niko Schöffel per Siebenmeter und mit seinem dritten Treffer glich die HSG zum 6:6 aus. Danach war das Feuer beim Gastgeber wieder erloschen. Die Oberbayern übernahmen erneut das Kommando und zogen auf 9:6 davon. Bei der HSG kam für Keeper Christopher Gruber, der nicht seinen besten Tag erwischt hatte, nun Miroslav Broško, zwischen die Pfosten, der sofort sein Können unter Beweis stellen musste, sonst wäre die HSG bereits nach 19 Minuten, und in Unterzahl spielend, mit 6:11 in Rückstand geraten.

Während auf der Gästebank Zufriedenheit herrschte, glich die HSG-Seite einem unruhigen Ameisenhaufen. Den Spielern war anzusehen, dass irgendetwas schief lief, aber keiner wusste zunächst eine Lösung. Immer wieder schallte es durch die Halle: „Abwehr! Was ist mit der Abwehr!“ Hinzu kam noch, dass Gästekeeper Marc Arendt immer richtig stand, wenn ein HSG-Geschoss auf sein Tor abgefeuert wurde. Es war zum in die Luft gehen. Die HSG fand einfach nicht ins Spiel und hebelte sich letztendlich mit der Brechstange langsam aus ihrem Tief heraus. Ab der 25. Minute, beim Stande von 10:14 für die Gäste, war es Keeper Miroslav Broško, der mehr und mehr zum Stabilisator seines Teams werden sollte. Als er einen Siebenmeter der Gäste entschärfte und Altenerding durch zwei Zeitstrafen in Unterzahl agieren musste, verkürzte die HSG bis zur Pause, durch Treffer von Stefan Tröger und Johannes Wippenbeck, auf 14:15.

Der Gastgeber kam wie verwandelte aus der Kabine. Die Abwehr hatte nun mehr Biss und der Angriff der SpVgg fing an zu stottern. Kurzeitig entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, aus dem die HSG mit einer 17:15-Führung herausging. Die Wende schien sich anzubahnen. Die Oberbayern ließen nicht locker, glichen zum 17:17 aus, legten nach und führten in der 43. Minute mit 20:18. Die Gäste waren wieder am Drücker und die HSG fing wieder an, Rückfallerscheinungen aus der ersten Halbzeit zu zeigen. Aber da war ja noch ein Miroslav Broško, der Rückhalt der HSG an diesem Tag. Immer wieder stand er richtig und selbst ein Gesichtstreffer  schien ihn nicht zu stören. Als Thomas Birner in der 47. Minute zum 21:21 traf, kam die stärkste Phase der Fichtelgebirgler, die zehn Minuten lang keinen Treffer der Gäste zuließen und bis zur 56. Minute mit 26:21 vorentscheidend davonzogen. Der Zahn der Altenerdinger war gezogen, die nach einer Auszeit in der 55. Minute mit einer offenen Manndeckung nochmals etwas bewegen wollten, was nicht gelang.

Die HSG war endlich Herr im Hause gegen ein junges oberbayerisches Team, dass sich mit seiner Spielweise um den Klassenerhalt keine Sorgen zu machen braucht. Die HSG Fichtelgebirge hat sich mit diesem schwer erkämpften Sieg auf den dritten Tabellenplatz vorgeschoben.

Bericht: Walter Lenhard

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