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Herren I: HSG Fichtelgebirge – TSV Ismaning 30:24

Es war eine kampfbetonte Handball-Landesligapartie zwischen den Herren der HSG Fichtelgebirge und dem TSV Ismaning, die am Ende von den Oberfranken verdient gewonnen wurde.

HSG Fichtelgebirge: Broško, Gruber – Hartmann (9/2), Wippenbeck, (6), Burger (6), Bralic (3), Birner (2), M. Tröger (2), St. Tröger, Pich (1), Ruckdäschel (1), Strýc
Zuschauer: 300
Schiedsrichter: Mirwald/Wisokoljan (Bamberg)
Strafzeiten: HSG 2, TSV 4
Rote Karte: HSG 23. Min. (Stefan Tröger verbales Fehlverhalten)

Beide Mannschaften wussten um die Bedeutung dieser Partie. Die Oberbayern waren eine von fünf Mannschaften, die mit 15:9 Punkten hinter dem souveränen Spitzenreiter TSV Lohr rangierten. Die HSG Fichtelgebirge lag, zu diesem Zeitpunkt, mit 13:11 Punkten auf Rang sieben und musste gewinnen, um den Anschluss nach oben nicht abreißen zu lassen.

Mit dieser Einstellung gingen die Schützlinge von Coach Vladimir Haber zu Werke. Ismaning blieb in den Anfangsminuten nichts schuldig, hielt dagegen und versuchte mit kompromissloser Abwehrarbeit die Angriffe des Gastgebers aus dem Rhythmus zu bringen. Beim Stande von 4:4 gelang es den Fichtelgebirglern sich erstmals mit zwei Toren in Front zu bringen. Vor allem Spielmacher Dominik Hartmann, der sich nicht nur als sicherer Siebenmeterschütze erwies, sondern auch mit 9 Treffern zum besten HSG-Schützen werden sollte, sorgte dafür, dass nach 20 Minuten seine Farben mit 11:7 in Führung lagen.

Eine Auszeit von Ismaning war die Folge, die bei der HSG keinen Bruch im Angriff verursachte, im Gegenteil. Im Gegenzug nahm die Härte im Abwehrverhalten der Ismaninger zu, die letztendlich mit einem Schlag ins Gesicht von Stefan Tröger gipfelte und eine zwei Minutenstrafe für den Ismaninger Florian Nortz die Folge war. Stefan Tröger war nicht mehr zu beruhigen und muss wohl etwas geäußert haben, was von den Unparteiischen in der 23. Minute mit einer roten Karte geahndet wurde. Damit dürfte er für mindestens zwei Spiele gesperrt sein.

Die HSG, bei der Rechtsaußen Stefan Flasche verletzungsbedingt pausiert und Johannes Wippenbeck leicht angeschlagen zunächst auf der Bank Platz nahm, ließ sich durch diese Schrecksekunde nicht aus der Ruhe bringen. Flexibel in der Abwehr, mit einem sicheren Keeper Miroslav Broško und weiterhin druckvoll im Angriff, bauten die Außen Daniel Bralic, Sven Ruckdäschel und Konstantin Burger den HSG-Vorsprung bis zur Pause auf 15:9 aus.

Nach dem Seitenwechsel, beim Stande von 16:9, kam in der 35. Minute ein wenig Sand in das Angriffsgetriebe der HSG. Nicht zuletzt deshalb, da man in Unterzahl agieren musste und etwas zu frühzeitig den Abschluss suchte. In dieser Phase waren es der Linksaußen der Gäste Tobias Stoiber und Rückraumwerfer Nortz, die nach 39 Minuten auf 15:17 verkürzten.

Ab diesem Zeitpunkt schickte HSG-Coach Haber Johannes Wippenbeck ins Gefecht. Ein Schachzug, der sich bewehren sollte, da Dominik Hartmann in unterschiedlichen Abständen in Manndeckung genommen wurde. Der dadurch entstehende Freiraum wurde von Wippenbeck mit kraftvollen Antritten genutzt und in Tore umgemünzt. Drei Treffer von ihm in Folge sorgten bis zur 53. Minute für ein 24:19 und als Bralic und Burger auf 27:19 erhöhten, war die Messe gelesen und die HSG stand als Sieger fest.

Jetzt gilt es am kommenden Wochenende, wenn der TV Helmbrechts zum Derby antritt, erneut zwei Punkte einzufahren, um sich im oberen Drittel festzusetzen.

Bericht: Walter Lenhard

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