• Logo der HSG-Fichtelgebirge und Fotos der Mannschaften

Herren I: HSG Fichtelgebirge verliert gegen den Spitzenreiter ASV Cham

HSG Fichtelgebirge – ASV Cham 25:28

Es hätte der Sprung an die Tabellenspitze für die Herren der HSG Fichtelgebirge in der Handball-Landesliga Nord werden können. Aber zu viele Ungereimtheiten beim Tabellenzweiten und ein überragender Gästekeeper bescherten am Ende dem Tabellenführer aus Cham zwei wichtige Punkte im Kampf um die Meisterkrone.

 HSG Fichtelgebirge:  Rieß, Broško, Gruber – Engelbrecht, Petričević (5/3), Burger (1),  Bralic (3), Wippenbeck (6), Hammer (1), Tröger (2), Mocker (1), Danielka (3), Kurzeck, Birner (3)
Zuschauer: 500
Schiedsrichter: Abel/Herpolsheimer (MTV Stadeln/TV 1861 Erlangen-Bruck)
Strafzeiten: HSG 2, ASV 5
Spielfilm: 0:2, 1:3, 3:4, 4:4, 6:6, 7:6, 8:7, 8:10, 10:10, 10:13 (HZ) 10:14, 12:14, 12:15, 13:16, 14:17, 15:18, 16:19, 17:20, 18:21, 21:21, 24:24, 24:27, 25:28

Vor mehr als 500 Zuschauern wollte der Tabellenzweite, die HSG Fichtelgebirge, den Tabellenführer, ASV Cham, vom Thron stoßen. Als Zünglein an der Waage wurden auf beiden Seiten, die Fehlerquote und die Torwartleistungen genannt.

Die Oberpfälzer begannen stark und gingen sofort mit 3:1 in Front. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass es eine enge Kiste werden wird. Die HSG blieb die Antwort nicht lange schuldig. Nach 16 Minuten gelang nicht nur der Ausgleich, sondern auch die 7:6 Führung. Johannes Wippenbeck, der nach seinem Fußbruch wieder im Kader stand,  war in dieser Phase mit drei Treffern der beste Schütze.

Trotzdem war nicht zu übersehen, dass die Gäste in vielen Situationen stets einen Schritt schneller waren und mit  Keeper Bistrian einen Mann zwischen den Pfosten hatten, der über die gesamte Partie ein Alptraum für die HSG Fichtelgebirge werden sollte. Beim Stande von 7:7, der beste Werfer des Spiels, Orlovsky hatte den Ausgleich für Cham erzielt, scheiterte der sonst so sichere Siebenmeterschütze der HSG, Philipp Mocker, einmal am Pfosten und Sekunden später am Gästekeeper.  Anstatt 9:7 in Front zu gehen, sah sich die HSG wieder mit 8:10 im Hintertreffen.  Den Kampf konnte man den HSGlern nicht absprechen, die erneut durch Tore von Danielka und Bralic zum 10:10 ausgleichen konnten. Dennoch war nicht zu übersehen, dass die Körpersprache und vor allem der Rhythmus beim Gastgeber stotterten. Die bessere Spielanlage und vor allem die Geduld des ASV Cham im Angriff, trugen dazu bei, dass der ASV zur Pause mit 13:10 in Führung lag.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste spielbestimmend, die eine stabile Abwehr an den Tag legten und jeden Fehler der Fichtelgebirgler gnadenlos ausnutzten. Egal wie es der Gastgeber anstellte, die bessere Antwort kam vom Tabellenführer, der bis zur 43. Minute stets mit zwei oder drei Toren führte. Und hatte man ein Tor auf der Hand, war es Gäste-Keeper Bistrian, der den Torschrei der HSG-Fans mit tollen Reaktionen und überzeugenden Stellungspiel im Hals verstummen ließ.

Dann die stärkste Phase der Hausherren im zweiten Abschnitt, die einen 18:21 Rückstand durch Tore von Danielka und einmal Petričević zum 21:21 ausgleichen konnten.  Die Partie stand nun auf des Messers Schneide. Bis zum Stande von 24:24 in der 52. Minute wusste niemand, wer als Sieger hervorgehen wird.

Letztendlich fiel die Entscheidung zu Gunsten der Oberpfälzer, die an diesem Tag Vieles richtig machten und bei einer nicht in Bestform spielenden HSG Fichtelgebirge somit beide Punkte entführen konnten.

Bericht: Walter Lenhard

Drucken