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Landesliga-Herren der HSG Fichtelgebirge gewinnen zuhause gegen den Tabellenvierten HSG Lauf/Heroldsberg

HSG Fichtelgebirge – HSG Lauf/Heroldsberg 30:22

Nach der deutlichen Niederlage zuletzt beim Bayernligaabsteiger TSV Rothenburg, war beim Dritten der Herrenhandball-Landesliga Nord, der HSG Fichtelgebirge, Wiedergutmachung angesagt. Leichter gesagt, als getan. Mit der HSG Lauf/Heroldsberg gastierte nicht nur der Tabellenvierte, sondern ein Team, das den Oberfranken nicht gerade liegt. Dennoch war ein Heimsieg für die Fichtelgebirgler Pflicht, um weiterhin den Anschluss zu den führenden Teams aus Cham und Roßtal beizubehalten.

HSG Fichtelgebirge: Broško, ab 20. Minute Gruber – Englbrecht, Petričević (1), Burger (6), Bralic (1), Berger (3), Wippenbeck (5), Hammer (3), Tröger (3), Mocker (3/1), Danielka (2), Kurzeck, Birner (3)
Zuschauer: 250
Schiedsrichter: Hirt/Menz (HSG Volkach)
Zeitstrafen: HSG Fichtelgebirge 2, HSG Lauf/Heroldsberg 2
Spielfilm: 1:0,2:1, 4:2, 5:4, 5:5, 6:6, 6:6, 7:6, 7:10. 10:10. 10:12, 12:12(HZ) 12:13, 17:13, 18:15, 21:16, 23:17, 24:20, 28:20, 30:22

Aber schon in den Anfangsminuten der Partie zeigte sich, dass die Mittelfranken nichts zu verschenken hatten, sodass sich ein offener Schlagabtausch entwickelte. War es auf Oberfrankenseite Philipp Mocker, der die Fäden zog, zeigte sich auf Laufer Seite Jens Scheuerer dafür verantwortlich. Geschickt nahm Lauf die Geschwindigkeit aus dem Spiel, was dazu führte, dass der HSG-Rhythmus empfindlich gestört wurde und die Hausherren zu ungestüm agierten. Die daraus resultierenden Fehlversuche bestraften die Laufer sofort und zogen bis zur 20. Minute auf 10:7 davon.

Die Gäste zeigten sich in dieser Phase einfach abschlussstärker und trafen auf einen HSG- Keeper Miroslav Broško, der etwas unglücklich agierte und von Christopher Gruber abgelöst wurde. Eine Maßnahme die sich im Laufe der Partie auszahlen sollte und sofort Signalwirkung zeigte. Binnen drei Minuten sorgten Maximilian Berger, Petar Petričević und Daniel Bralic für den 10:10-Ausgleich. Mit einem 12:12 ging es in die Pause und alle waren sich einig, das Abwehrverhalten des Gastgebers, der in manchen Situationen zu brav wirkte und dem Laufer Angriff zu viel Raum gab, musste sich ändern.

Gesagt getan. Jetzt wurden die Räume eng gemacht, um die Angriffe der Mittelfranken den Elan zu nehmen und auf Ballverluste zu lauern. Der Gast ging zwar mit 13:12 in Front, es sollte aber die einzige Führung im zweiten Abschnitt bleiben. Jetzt stimmte die Chemie zwischen Abwehr und Angriff. Drei Treffer vom wieselflinken Konstantin Burger und einer von Zdeněk Danielka drehten die Partie und sorgten für eine 16:13-Führung. Als Thomas Birner einen Pfostentreffer von Johannes Wippenbeck im Nachfassen im Laufer Gehäuse versenkte und Erik Hammer mit einem Seitfallwurf zum 18:14 einhämmerte, hatten die Hausherren endgültig das Kommando übernommen. Lauf versuchte alles, scheiterte aber immer wieder an der stabilen Abwehr des Gastgebers, der jeden Ballverlust der Gäste mit schnellem Angriffsspiel beantwortete und den Vorsprung bis zur 47. Minute auf 23:17 schraubte. Als Scheuerer beim Stande von 25:20, per Siebenmeter, auf 21:25 hätte verkürzen können, feuerte er die Lederkugel über das Torgebälk, so dass auch der letzte Aufholversuch der Gäste gescheitert war. Die Hausherren erhöhten in der Folgezeit auf 28:20 und hatten zwei wichtige Punkte im Kampf um die Plätze an der Sonne eingefahren.

Verschönt wurde dieser Erfolg, durch die klare 37:20-Niederlage des Spitzenreiters ASV Cham in Mainburg. Neuer Tabellenführer ist jetzt der TSV Roßtal.

Bericht: Walter Lenhard

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