Herren I: Verdienter Auswärtssieg beim Aufsteiger

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SC 04 Schwabach – HSG 2020 Fichtelgebirge 23:31 (9:14)
Die HSG reiste mit 13 Spielern zum Auswärtsspiel nach Schwabach. Trainer Vladimir Haber und die Spieler Miroslav Broško, Zdeněk Danielka und Martin  Šetlík blieben wegen der verschärften Coronabedingungen in Tschechien. Die Betreuung übernahm Co-Trainer Stefan Tröger.
HSG Fichtelgebirge: Gruber, Rieß – Englbrecht, Petričević (3), Burger (2), Bralic (4), Berger, Flasche (4), Wippenbeck (4), M. Tröger, Mocker (12/8), S. Tröger (1), Birner (1)
Schiedsrichter: Hawly/Hawly (Stadeln/HBC Nürnberg)
Zuschauer: 30 (mehr waren nicht zugelassen)
Strafzeit: SC 3, HSG 0
7 m: SC 4/8, HSG 8/9
Spielfilm: 0:1, 1:1, 1:4, 2:6, 3:9, 7:10, 9:14 (HZ), 12:16, 12:20, 14:23, 17:25, 19:28, 21:31, 23:31

Die Gäste starteten mit einer vergleichbaren Spielweise wie gegen Bayreuth. Aggressiv in der Abwehr und schnellfüßig im Angriff ließen sie dem wackeren Aufsteiger keine Zeit zum Luftholen. Über 1:4 (8.Min) und 3:9 (16. Min) dämpften die Fichtelgebirgler die Hoffnungen der Schwabacher auf einen Heimsieg sehr schnell. Allein Philipp Mocker, der nicht nur seine Sicherheit von der 7-Meterlinie wiedergefunden hatte, sondern auch dem Spiel seinen Stempel aufdrückte, trug sich in dieser Phase des Spiels viermal in die Torschützenliste ein. Gestützt auf einen hervorragend reagierenden Torhüter Christopher Gruber im Verbund mit seinen gut arbeitenden Vorderleuten, wurde der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut. Sehenswert war das Tor von Daniel Bralic zum 9:3, das durch einen präzisen Pass von Gruber über das gesamte Feld eingeleitet wurde. Ein weiteres Beispiel für die gute Teamarbeit war das schnelle Zurücklaufen von Petar Petričević nach einem Ballverlust eines Mitspielers im Angriff. Er verhinderte durch das Abfangen des Balls an der eigenen 6-Meterlinie in der 25. Minute das mögliche 9:11 für den Gastgeber. Im Gegenzug stellte erneut Bralic auf 12:8 für seine Farben. Als dann René Rieß in der 27. Minute einen Strafwurf parierte, und Konstantin Burger keine 20 Sekunden später Petricevic mit einem „geklauten“ Freiwurf (die Schwabacher legten den Ball vor der Freiwurflinie zur Ausführung ab) zum 13:8 auf die Reise schickte, schien die Messe gelesen. Aber das dachten die Zuschauer in Wunsiedel vergangene Woche auch.

In einer sehr ruhigen und punktgenauen Halbzeitansprache ermahnte Tröger seine Mannen, nicht vom Fahrplan abzulassen und konzentriert und wachsam zu bleiben. Innerhalb von sieben Minuten schraubte die HSG das Ergebnis auf 20:12. Erwähnenswert ist hier der zweite gehaltene Strafwurf von Rieß und das erste Tor von Stefan Flasche seit einer gefühlten Ewigkeit. Das hat ihm wohl so viel Spaß gemacht, dass er bis zur 44. Minute noch drei weiter folgen ließ (25:16). Rieß, der ab der 47. Minute für den sehr gut haltenden Gruber zwischen den Pfosten stand, zeigte ebenfalls eine ansprechende Leistung und parierte gleich bei seiner ersten Aktion einen freien Wurf. Dieses Mal gab es keinen Leistungseinbruch bei der HSG in der Schlussphase. Das lag einerseits an der konzentrierten Spielwiese der Gäste, andererseits aber auch am fehlenden Durchsetzungsvermögen des Heimteams.

Mit diesem Auftreten und dieser Einstellung befindet sich die HSG 2020 Fichtelgebirge auf dem richtigen Weg, um in dieser Saison vorne mitzuspielen. Dazu muss aber die Leistung über 60 Minuten abgerufen werden. Die Möglichkeit dazu besteht am Samstag in Wunsiedel, wenn die HSG aus Lauf und Heroldsberg ihre Visitenkarte abgibt.

Nicht ganz nachvollziehbar war die Entscheidung der Stadt Schwabach, die Duschen zu sperren, obwohl je Kabine nur drei Spieler zugelassen waren.

Bericht: J. H.

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