• Logo der HSG-Fichtelgebirge und Fotos der Mannschaften

Herren II: Auftakt vor leeren Rängen

Eigentlich ist es die Zeit der Vorfreude, wenn der Auftakt in die neue Saison bevorsteht. Wenn das Eröffnungsspiel dann auch noch ein Derby ist, dann ist eigentlich alles für ein echtes Highlight angerichtet. Eigentlich wäre am Samstagabend (Anwurf 18 Uhr) im Rehauer Sportzentrum die Hölle los, wenn die HSV Hochfranken die HSG 2020 Fichtelgebirge II empfängt. Doch im Jahr 2020 ist wenig so, wie man es sich wünscht.

Seit vielen Monaten hat das Coronavirus uns alle im Griff. So sorgte die Pandemie erst für den Abbruch der letzten Saison und nun für den verspäteten Start in die neue Spielzeit. Lange Zeit stand der Start gänzlich auf der Kippe und wenn man ehrlich ist, steht er dort noch jetzt. Doch zumindest ist der Auftakt mal angesetzt. Wie es in den Wochen danach weitergeht, weiß derzeit niemand.

Schwierige Voraussetzungen also für Amateursportler. Die HSV Hochfranken hat die Gunst der Stunde jedoch (aus)genutzt und sich in der harten Lockdownphase verstärkt. Nun steht dem Trainerteam ein Kader zur Verfügung, der in seiner Breite unfassbar stark aufgestellt ist. Damit ist die Mannschaft aus Selb und Rehau der haushohe Favorit um den Aufstieg, sollte die Spielzeit halbwegs regulär gespielt werden können. Wenn das Team seine Hausaufgaben erledigt hat, ist auch trotz der schwierigen Vorbereitung im Derby die Favoritenrolle mehr als klar verteilt.

Damit ist für die neu formierte zweite Garde der Fichtelgebirgler die Marschrichtung klar: als David den Goliath so lang es geht ärgern. In dieser Rolle fühlen sich viele Teams aber absolut wohl. Die Vorbereitung lief mit vielen Einheiten auf dem Tartanplatz oder ausgefallenen Trainingswochen durch Corona-Verdachtsfälle natürlich alles andere als ideal, was für den neuen Coach Patric John die Aufgabe enorm schwer machte. Da von den eigentlich angedachten zwölf Ligaplätzen nach den Rückzügen der Teams aus Coburg, Bad Rodach und Schönwald nur noch acht Teams übrig sind, muss sich zumindest niemand um den Abstieg sorgen. Dementsprechend ist das Ziel vor allem die Weiterentwicklung der Spieler und der neuen Spielgemeinschaft. Dieser Prozess ist natürlich längst nicht abgeschlossen und so wird der ultimative Härtetest zum Auftakt auch eine wichtige Standortbestimmung sein. Ob dabei ohne Zuschauer und mit den vielen Hygieneauflagen echte Derbystimmung aufkommen wird, ist allerdings fraglich. Unterm Strich sind aber die meisten Handballbegeisterten froh, dass mit dem Saisonstart zumindest ein Hauch Normalität zurückkehrt.

Wer das Spiel trotzdem verfolgen möchte, kann sich im Livestream auf Youtube die Partie ansehen. Den Link dazu gibt es später in einem eigenen Post.

Drucken