Herren I: HSG Fichtelgebirge – HSG Lauf/Heroldsberg 29:24

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In dieser sehenswerten Herrenhandball-Landesliga-Partie trafen zwei Mannschafen aufeinander, die sich nicht nur aus dem Effeff kennen, sondern vor Kraft nur so strotzen.

HSG Fichtelgebirge: Gruber, Rieß – Englbrecht, Petričević (6), Burger (5), Bralic , Berger, Flasche (3), Wippenbeck, Hammer (7/5), M. Tröger (4), Mocker (4), S. Tröger, Birner
Zuschauer: 65
Schiedsrichter: Frisch/Nagel (TSV Puschendorf)
Strafzeiten: HSG Fichtelgebirge 7, HSG Lauf/Heroldsberg 6
Spielfilm: 1:0, 2:1, 2:3, 3:3 , 4:4, 4:8, 9:8, 11:10, HZ, 12:10, 15:11, 16:13, 17:15, 20:16, 21:17, 23:18, 24:22, 26:22, 28:23, 29:24

Von Beginn an drückten beide Teams aufs Tempo, versuchten, jede sich bietende Chance zu nutzen, um dem Gegenüber zu imponieren. Ab der achten Spielminute, beim Stande von 4:4, zeigten die Hausherren plötzlich Schwächen im Abschluss. Konstantin Burger und Daniel Bralic scheiterten freistehend und Philipp Mocker, sowie Petar Petričević vom Siebenmeterpunkt am überzeugenden Gästekeeper Max von Bostel. In dieser Phase bekamen die Gäste, mit ihrem Lenker, Denker und elffachen Torschützen, Jens Scheuerer, Oberwasser und zogen auf 8:4 davon. Auch im Abwehrverbund war bei den Fichtelgebirglern noch nicht alles sattelfest. Dies gefiel Co-Trainer Stefan Tröger überhaupt nicht und er holte seine Jungs mit einer Auszeit vom Feld.

Eine Maßnahme die ihre Wirkung nicht verfehlen sollte. Die Abwehr zeigte nun Biss und Keeper Christopher Gruber lief zur Hochform auf. Erik Hammer, der sich am Siebenmeterpunkt zum Konterfei von Jens Scheuerer entwickelte, läutete mit seinem ersten verwandelten Strafwurf zum 5:8 eine fulminante Aufholjagd ein. Zwischen der 15. und 22. Minute drehten die Hausherren den Spieß um. Durch Tore von Hammer, Petričević und Markus Tröger, der mit einem Kempa, auf Zuspiel von Bralic, das schönste Tor des Tages erzielte, wurde der Rückstand in eine 9:8-Führung umgewandelt.

Jetzt wurde es unruhig auf der Laufer Bank und Coach Markus Korn legte die Timeout-Karte auf den Kampfgerichtstisch. Seine Jungs hatten plötzlich den Faden verloren und wirkten in dieser Phase angeschlagen. In der Folgezeit waren es Scheuerer und Keeper von Bostel, die dafür sorgten, dass ihr Team zur Pause nur mit 10:11 zurück lag.

Im zweiten Spielabschnitt erwischte die HSG Fichtelgebirge den besseren Start. Bis zur 36. Minute konnte Markus Tröger, Petričević und Stefan Flasche, den Vorsprung auf 15:11 ausbauen. Beide Abwehrreihen legten sich mächtig ins Zeug, so dass es in der Folgezeit Zeitstrafen nur so hagelte. Beide Teams standen zeitweise nur mit vier Akteuren auf dem Feld. Lauf/Heroldsberg gelang es in diesem Abschnitt sich auf 15:17 heranzuarbeiten. Die Oberfranken blieben aber hellwach und ließen sich auch von einer vorgezogenen Deckungsarbeit der Mittelfranken nicht aus dem Rhythmus bringen. Hinzu kam der Ruf von Co-Trainer Stefan Tröger: "Bewegung, lasst euch nicht einschläfern!". Worte die auf fruchtbaren Boden fielen. Egal was die Gäste versuchten, der Hausherr hatte stets eine Antwort parat und zog bis zur 51. Minute auf 22:17 davon.

Die Messe war aber dennoch nicht gelesen. Lauf/Heroldsberg nahm eine Auszeit und blies anschließend zur Aufholjagd, was durch eine Zeitstrafe gegen die Hausherren noch begünstigt wurde. Als die Fichtelgebirgler zwei unnötige Ballverluste produzierten und Tim Meier in der 55. Minute auf 22:24 verkürzte, hätte es nochmals spannend werden können. Dem stand an diesem Tag die Treffsicherheit von Flasche, Hammer und Burger gegenüber, die auf 28:24 erhöhten und die Mittelfranken endgültig auf die Verliererstraße schickten.

Mit dieser gezeigten Leistung, vor allem nach der Pause, fährt die HSG Fichtelgebirge (5:1 Punkte) am nächsten Wochenende nicht chancenlos zum derzeitigen verlustpunktfreien Spitzenreiter TSV Rothenburg (6:0 Punkte).

Bericht: Walter Lenhard

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