Herren I: HSG 2020 Fichtelgebirge gewinnt gegen SV Michelfeld

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SV Michelfeld – HSG 2020 Fichtelgebirge 19:24

Mit diesem dritten Sieg in Folge, schoben sich die Herren der HSG 2020 Fichtelgebirge in der Handball-Landesliga Nord auf den dritten Platz.

HSG Fichtelgebirge: John, Bayer – Burger (3), Bralic, Berger (2), Flasche (1), Wippenbeck (8), Schlitter, M. Tröger (4), Danielka (3), Koristka (3), S. Tröger, Zißler
Zuschauer: 250
Schiedsrichter: Sachse (HG Maintal - zweiter Schiri fiel aus)
Strafzeiten: SV 0, HSG 3
Spielfilm: 1:5, 3:5, 3:6, 5:7, 6:11, 8:12 (HZ) 13:15, 14:16, 15:18, 16:18, 18:20, 18:22, 19:24

Die Vorzeichen für die Partie in Michelfeld standen für die HSG Fichtelgebirge unter keinem guten Stern. Mit Erik Hammer, Philipp Mocker, Thomas Birner und den Keepern Miroslav Broško und Christopher Gruber, standen gleich fünf Akteure wegen Krankheit oder privat verhindert nicht zur Verfügung. Für die beiden Stamm-Keeper rückten Timo Bayer und Patric John, sowie Johann Zißler aus der zweiten Mannschaft in den Kader.

In einer gut gefüllten Sporthalle, mit einem lautstarken SV-Fan-Block, zeigte sich die HSG von Beginn an hellwach und zog bis zur 7. Minute, durch Johannes Wippenbeck, Konstantin Burger und Max Berger am Kreis mit 5:1 davon. Dies schmeckte dem SV-Spielertrainer Maximilian Häckner überhaupt nicht und warf die Timeout-Karte auf den Tisch des Kampfgerichts. Im Anschluss und frenetisch angefeuert vom heimischen Publikum verkürzten die Hausherren auf 3:5. Die HSG zeigte keine Nerven und stellte durch zwei blitzsaubere Tore von Jan Koristka den Vier-Tore-Abstand wieder her. Michelfeld war klar, dass diese Partie unbedingt gewonnen werden musste, wollte man sich die Chance auf den Relegationsplatz noch offen halten. Die Unterfranken zogen alle Register, um den Spielfluss der HSG empfindlich zu stören. Wie ein Uhrwerk spulten die Fichtelgebirgler die Anweisungen von Coach Stefan Tröger, der selbst als Auswechselspieler auf der Bank saß, ab und hielten den Gastgeber bis zur Pause mit vier Toren auf Abstand. Beim Stande von 12:8 wurden die Seiten gewechselt.

Die Anfangsphase im zweiten Abschnitt gehörte dem SV, der in der 39. Minute den 12:13-Anschlusstreffer setzte. Die Gastgeber witterten nun Morgenluft, zumal die HSG in dieser Phase in Unterzahl agieren musste. Dennoch gelang den Oberfranken durch Wippenbeck die 14:12-Führung. Als Markus Tröger im Anschluss auf 15:12 erhöhte war den Hausherren zunächst der Wind aus den Segeln genommen. Es war aber nicht zu übersehen, dass der SV jetzt alles versuchte, um die Wende herbeizuführen, gegen eine HSG, die an diesem Tag vor Selbstbewusstsein nur so strotzte und den Gastgeber bis zur 52. Minute stets mit zwei Toren auf Abstand halten konnte. Als Wippenbeck und Stefan Flasche auf 22:18 erhöhten und Patric John im Anschluss zwei Siebenmeter des SV glanzvoll entschärfte, war der Wille der Hausherren endgültig gebrochen und der Sieg den Fichtelgebirglern nicht mehr zu nehmen.

HSG-Coach Stefan Tröger, dessen Stimme in der überlauten Halle schwer leiden musste, nach dem Spiel: "Es war eine supertolle Mannschaftleistung, in die sich die Akteure aus der zweiten Mannschaft nahtlos einfügten. Jetzt gilt es, die Siegesserie am kommenden Samstag, wenn der Tabellenletzte, TSV Lohr II, in Wunsiedel aufläuft, fortzusetzten."

Bericht: Walter Lenhard

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