Einfach stark, gemeinsam stärker

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Voneinander lernen und miteinander versuchen, Aufgaben zu lösen: Die Handballer der HSG Fichtelgebirge und von HaSpo Bayreuth kooperieren. Zunächst beim Nachwuchs.

Was läuft gut? Was kann besser laufen? Wo drückt der Schuh? Diesen Fragen stellte sich  vor einiger Zeit Ulli Weber, der sportliche Leiter des Handball-Landesligisten HSG Fichtelgebirge. Und weil es einfacher ist, gemeinsam Antworten darauf zu finden, hatteWeber die Intention, zwei starke Handball-Marken aus der Region näher zusammenzubringen.

20 08 11 HSG HaSpoFündig geworden ist der HSG-Macher beim Drittliga-Aufsteiger HaSpo Bayreuth. Gleich nach den ersten Gesprächen mit HaSpo-Vorsitzendem Andreas Berghammer und dessen Stellvertreter Matthias Fehn sei Einigkeit zu einer Kooperation beider Vereine bestanden. "Wir wollen den Handball weiter stärken und voranbringen", erklären Weber und Berghammer unisono.

Beide Vereine hätten schließlich dieselben Themen auf dem Tisch. Welche Probleme und Aufgaben gibt es? Wie kommt man als Verein weiter voran? "Im  ersten Schritt wollten wir mit dem Nachwuchs beginnen", erklärt Weber. Ein erstes gemeinsames Treffen habe es jetzt in Bayreuth gegeben. HaSpo-Aufstiegscoach Marc Brückner stellte ein Konzept vor, wie man Trainer im Nachwuchsbereich auf ein noch besseres Level und Niveau bringen kann. Von Seiten der HSG sei eine Abordnung der Jugendleitung mit Trainern und einigen Spielern der A-Jugend dabei gewesen, die HaSpo war auch mit Akteuren der Drittligamannschaft vor Ort. "Jeder hat gesehen und gestaunt, was da entstehen kann", sagt Weber.

Auch die nächsten Schritte seien bereits definiert worden. Ein Plan – Weber spricht dabei von einer "Monsteraufgabe"– sei, dass bei der ein oder anderen Einheit die Trainer zwischen den Nachwuchs-Handballern aus Bayreuth und Marktredwitz getauscht werden. "Dieses Fremdcoaching bringt den Vorteil, neue Ideen und Inhalte in das Training zu bringen", erklärt Weber. "Schließlich wollen wir die Jungs weiterbringen. Da ist auch wichtig, wie ich 16 oder 17 Spieler in einem 90-minütigenTraining beschäftigen kann." Das Bündeln der Kräfte für eine bestmögliche Entwicklung der regionalen Talente solle aber nicht allein dazu dienen, die technischen und taktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten der jungen Handballer auszubauen. Vielmehr sollen durch Referenten auch Motivationsformen, moralische Grundwerte, soziales Verhalten auf der Basis von "Fairplay", sowie Achtung und Respekt vor den Mitspielern und dem Gegner vermittelt werden.

Ein Ziel, das der Regionalligist auf seiner Homepage vorstellt und das natürlich auch für die HSG gilt: "Die Jugendlichen sollen lernen, im Team zu agieren, Teamgeist durch gemeinsame Ziele, gemeinsame Anstrengungen, auch Niederlagen und natürlich Erfolge zu entwickeln." Kurzum, meint Ulli Weber: "Gemeinsam können wir mehr Leute erreichen und uns miteinander weiterentwickeln. "Und das müsse nicht nur den Nachwuchs, sondern kann in einem der nächsten Schritte auch die Damen- und Herrenteams beider Kooperationspartner betreffen.

Das nächste Treffen ist bereits für Ende September geplant.

Quelle: Frankenpost Ausgabe Fichtelgebirge vom 11.08.2020, Sport aus der Region, Bericht: Andreas Pöhner, Foto: privat

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